Rückenwind aus den USA: Deutscher Aktienmarkt schließt freundlich

Rückenwind aus den USA: Deutscher Aktienmarkt schließt freundlich

Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag freundlich geschlossen. Der Leitindex DAX stieg um 1,1 Prozent auf 5777 Punkte. Es war der zweite deutliche Anstieg in Folge.

Der MDAX verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 7652 Zähler, und der TecDAX legte 0,5 Prozent auf 804 Zähler zu. Die Vorgaben aus den USA gaben den Kursen am Nachmittag noch einmal Rückenwind.

Technischen Analysten zufolge kann sich mit der nachhaltigen Überwindung der Marke von 5750 Punkten zusätzliches Aufwärtspotenzial für den DAX ergeben. Mit der Euroschwäche gehe der Markt nun deutlich gelassener um, sagte ein Händler.

Es seien Entkopplungstendenzen zu beobachten. Wichtige Konjunkturdaten standen am Berichtstag nicht zur Veröffentlichung an. Die Blicke sind bereits auf die am Mittwoch und Freitag anstehenden Zahlen vom US-Arbeitsmarkt gerichtet.

Etwas fester notierten die Kurse an der New Yorker Wall Street. Der Dow-Jones-Index legte gegen 17.45 Uhr MEZ um 0,4 Prozent auf 10 446 Punkte zu. Der Nasdaq Composite kletterte um 0,6 auf 2286 Zähler. Die Märkte setzten ihre Erholung dank wiedererweckter Fusionsfantasie und mangels schlechter Nachrichten fort, sagten Händler.

Dollar etwas fester

Der Euro wurde am Abend zu 1,3565 Dollar gehandelt und damit etwas fester als am Mittag. Die Europäische Zentralbank legte einen Referenzkurs von 1,3548 Dollar fest. Hinweise auf ein Rettungspaket für das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland verhinderten offenbar einen weiteren Absturz des Euro, hieß es. Am Morgen war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3434 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten gefallen.

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Im DAX führten Lufthansa die Gewinner mit einem Plus von 3,6 Prozent auf 11,50 Euro an. Die Fluggesellschaft hat das Jahr 2009 operativ besser abgeschlossen als von Analysten erwartet. Deutsche Post gewannen 3,2 Prozent auf 12,47 Euro, und BMW legten 2,9 Prozent auf 31,34 Euro zu. Der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer hatte am Morgen ein Absatzplus von 14 Prozent im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat verkündet.

Lediglich zwei Werte schlossen schwächer. Leicht unter Druck standen Deutsche Telekom mit einem Abschlag von 0,3 Prozent auf 9,54 Euro. Grund ist offenbar eine Kurszielsenkung von J.P. Morgan und eine Herabstufung durch die Analysten von Barclays. adidas gaben 0,1 Prozent auf 38,05 Euro nach.

Solar-Aktien unter Druck

Tagesgewinner in der zweiten Reihe waren TUI, die mit einem Plus von 5,5 Prozent auf 7,83 Euro aus dem Handel gingen. Hamburger Hafen und Logistik stiegen um 5,0 Prozent auf 28,99 Euro. Stada verteuerten sich um 3,0 Prozent auf 7,65 Euro. Gesucht waren auch Continental, Puma und IVG, die sich jeweils um gut vier Prozent verbesserten. Dagegen verloren Pfleiderer 3,0 Prozent auf 5,57 Euro. Bilfinger Berger gaben 1,6 Prozent auf 46,21 Euro nach, und Praktiker büßten 1,4 Prozent auf 6,15 Euro ein.

Im TecDAX stiegen QSC um 5,2 Prozent auf 1,72 Euro. Smartrac und Bechtle legten jeweils mehr als vier Prozent zu. Unter Druck standen dagegen die Solar-Aktien. Schwächster Wert waren Phoenix Solar mit einem Minus von 6,4 Prozent auf 26,65 Euro.

(DDP/csr)