Neun Länder herabgestuft Dax trotz Rating-Urteil stabil

Frankfurt/Main · Der DAX hat nach den Turbulenzen um die Herabstufung von Euroländern am ersten Handelstag der neuen Woche kräftig Boden gut gemacht. Frankreich platzierte am Montag erfolgreich kurzfristige Staatsanleihen, und die Ratingagentur Moodys bekräftigte vorerst die Bestnote des Landes. Nach leichten Verlusten zu Handelsstart schloss der DAX am Abend mit 1,3 Prozent Zugewinn bei 6.220 Punkten. Der Mittelwerteindex MDAX legte um 0,9 Prozent auf 9.572 Zähler zu. Der Technikindex TecDAX zog 1,0 Prozent auf 725 Punkte an.

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Foto: APN

Die US-Börsen blieben am Montag wegen des Gedenkens an Martin Luther King geschlossen. Auch an der deutschen Börse waren die Umsätze eher gering. Der Euro schwankte am Abend um 1,2670 Dollar.
Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2669 Dollar festgelegt

Bis auf fünf Unternehmen schlossen alle 30 DAX-Werte im Plus. Dabei standen vor allem Autoaktien an der Spitze. Die Aktien von Daimler legten mit einem Plus von 3,6 Prozent und einem Schlusskurs von 39,34 Euro am kräftigsten zu. Es folgten Infineon mit einem Plus von 3,2 Prozent und Lufthansa mit einem Plus von 2,9 Prozent sowie als weitere Gewinner BMW, Thyssenkrupp und Volkswagen. Goldman Sachs hatte vorher deutsche Autoaktien zum Kauf empfohlen.

Die höchsten Einbußen im DAX musste HeidelbergCement hinnehmen.
Die Aktie gab um 3,4 Prozent auf 33,95 Euro nach. Zuvor hatte der Schweizer Baustoffhersteller Holcim hohe Wertberichtigungen bekanntgegeben. Weitere Verlierer waren Henkel mit einem Minus von 0,9 Prozent und Deutsche Post mit 0,2 Prozent Wertverlust.

Die Versicherer verzeichneten nach dem Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Condordia" nur geringe Zuwächse. Die Aktien der Münchner Rück legten um 0,7 Prozent und die Papiere der Allianz um 0,6 Prozent zu. Auch die Aktie der im MDAX gelisteten Hannover Rück stieg um 0,2 Prozent auf 38,72 Euro. Die Hannover Rück stufte das Schiffsunglück bereits als Großschaden ein, der eigene Aufwendungen von mehr als zehn Millionen Euro zur Folge haben wird.

Tagesgewinner im MDAX waren ProSiebenSat.1, die Papiere zogen um 3,9 Prozent auf 17,04 Euro an, gefolgt von Leoni mit einem Plus von 3,5 Prozent. Als größte Verlierer gingen Gagfah mit einem Minus von 3,4 Prozent und Heidelberger Druckmaschinen mit 3,3 Prozent Verlust aus dem Handel.

Im TecDAX legten Kontron als größer Gewinner um 7,4 Prozent auf 5,72 Euro zu. Tagesverlierer war Stratec Biomedical mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 29,10 Euro.

(dpa/apd/das)
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