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Börse: Dax nach gemischten Konjunkturdaten höher

Börse : Dax nach gemischten Konjunkturdaten höher

Der Dax ist am Montag nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten etwas höher aus dem Handel gegangen. Positive Wirtschaftsdaten aus China hätten zunächst für gute Stimmung gesorgt, sagten Händler. Am Nachmittag bröckelte der Dax dann nach von der Wall Street zurückhaltend aufgenommenen US-Daten etwas ab.

Am Ende legte der Leitindex noch um 0,27 Prozent auf 8234,81 Punkte zu. Nach sechs aufeinander folgenden Handelstagen im Plus belief sich der Gesamtgewinn in diesem Zeitraum auf rund fünfeinhalb Prozent.

Für den MDax ging es am Montag um 0,22 Prozent auf 14.044,45 Punkte nach oben. Der TecDax rückte um 0,28 Prozent auf 994,47 Punkte vor.

Die Experten der NordLB hoben als Antrieb für die weiteren Gewinne vor allem die Zahlen zum Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal hervor.

Volkswirt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen sprach zudem mit Blick auf die - wenn auch moderater als gedacht - gestiegenen US-Einzelhandelsumsätze von "berechtigten Erwartungen über eine anhaltend robuste Konsumnachfrage".

Die bis zum Handelsschluss abgebröckelten Dax-Gewinne sind laut Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank kein Grund zur Sorge. "Das ist für mich ein gesundes Durchschnaufen, denn wir haben seit vergangenem Monat gut 300 Punkte dazugewonnen."

Spekulationen um die Commerzbank

Die Aktien der Commerzbank gewannen an der Dax-Spitze 4,73 Prozent auf 6,25 Euro. Impulse kamen gleich von zwei Seiten.

Zum einen gab es wieder einmal Spekulationen über ein mögliches Interesse eines Wettbewerbers an den restlichen, vom Staat gehaltenen Anteilen an der Commerzbank. Dieses Mal soll es, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, Gespräche mit der schweizerischen Bank UBS gegeben haben.

Zum anderen teilte die krisengeplagte Commerzbank mit, dass sie ihr gewerbliches Immobilienfinanzierungsgeschäft in Großbritannien samt Krediten im Umfang von 5 Milliarden Euro an die US-Großbank Wells Fargo und den Finanzinvestor Lone Star verkauft.

Die Papiere des Medizinunternehmens Fresenius gewannen nach einem positiven Analystenkommentar 1,08 Prozent. Die Daimler-Titel waren mit minus 1,81 Prozent Schlusslicht, hatten allerdings in der vergangenen Woche um zehn Prozent zugelegt.

Im MDax waren die Titel der Aareal Bank Spitzenwert mit plus 4,17 Prozent. Auslöser war, dass Finanzvorstand Hermann Merkens der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt hatte, es sei möglich, dass die Bank ihr Rekordergebnis von 2011 wieder erreicht.

Der EuroStoxx 50 stieg um 0,44 Prozent auf 2686,69 Punkte. In London und Paris legten die Börsen ebenfalls zu. In den USA aber bewegte sich der Dow Jones Industrial kaum von der Stelle.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,29 Prozent. Der Rentenindex Rex lag unverändert bei 134,31 Punkte. Der Bund Future sank um 0,29 Prozent auf 143,33 Punkte.

Der Kurs des Euro stieg und notierte zuletzt bei 1,3039 US-Dollar: Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3012 (Freitag: 1,3034) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7685 (0,7672) Euro.

(dpa)