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Goldman Sachs löst Flut von Optionsgeschäften aus: Computerfehler sorgt für Wirbel an New Yorker Börse

Goldman Sachs löst Flut von Optionsgeschäften aus : Computerfehler sorgt für Wirbel an New Yorker Börse

Ein Computerfehler bei der US-Investmentbank Goldman Sachs hat eine Flut unbeabsichtigter Geschäfte mit Aktienoptionen ausgelöst und die Märkte durcheinander gewirbelt.

Die New Yorker Börse NYSE teilte mit, sie untersuche eine "große Zahl irrtümlicher Transaktionen" nach Handelsbeginn am Dienstag. Goldman Sachs erklärte, es seien keine "bedeutenden Verluste" zu erwarten. Durch den Computerfehler seien bloße Interessenbekundungen versehentlich in konkrete Kauf- und Verkaufaufträge umgewandelt worden, hieß es aus informierten Kreisen.

Betroffen gewesen seien Optionen auf Aktien, deren Börsennamen mit H bis L beginnen. Angesichts des anormalen Handelsvolumens habe schließlich ein Alarmsystem der Börse angeschlagen und die Transaktionen gestoppt. Die Panne verdeutlicht die Risiken der zunehmenden Technologisierung des Aktienhandels.

Computerfehler haben an den Börsen in der Vergangenheit immer wieder zu Millionenverlusten geführt. Im vergangenen Jahr musste das Handelshaus Knight Capital Group etwa 461 Millionen Dollar abschreiben, als in weniger als einer Stunde irrtümliche Geschäfte im Umfang von sieben Milliarden Dollar getätigt wurden. Am 6. Mai 2010 stürzte der Dow Jones wegen fehlerhafter Verkaufsorders computergesteuerter Handelsprogramme binnen Minuten um fast zehn Prozent ab.

(AFP)