Commerzbank will über 4000 Stellen streichen und 200 Filialen schließen

Massiver Umbau : Commerzbank will über 4000 Stellen streichen und 200 Filialen schließen

Die Commerzbank will sich nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank im Alleingang wetterfest machen und holt zum Kahlschlag aus. 4000 Stellen sollen wegfallen. Die Zahl der Filialen soll um 200 auf 800 sinken.

Die Commerzbank streicht Stellen, schließt Filialen und trennt sich von der polnischen Tochter mBank. Im Konzern sollen zusätzlich rund 4300 Vollzeitstellen wegfallen, teilte die Commerzbank am Freitag mit. Die Zahl der Filialen soll um 200 auf 800 verringert werden. Um Geld für den Konzernumbau freizuschaufeln, will die Bank zudem ihre polnische Tochter mBank verkaufen. Die Tochter Comdirect, an der die Commerzbank derzeit 82 Prozent hält, will das Geldhaus dagegen komplett übernehmen. Die Pläne muss der Aufsichtsrat noch absegnen, der in der kommenden Woche zu seiner Strategiesitzung zusammenkommt. Die Commerzbank-Aktie legte um mehr als drei Prozentpunkte zu.

Der Verkauf der mBank würde eine schnellere Umsetzung der Strategie und der damit verbundenen Investitionen ermöglichen, teilte das Frankfurter Geldhaus am Freitag mit. Die mBank ist an der Warschauer Börse gelistet und wird dort derzeit mit rund 3,1 Milliarden Euro bewertet. Die Commerzbank hält 69,3 Prozent an dem Institut. Durch einen Verkauf der Anteile könnte sie rechnerisch gut zwei Milliarden Euro einnehmen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über einen möglichen Verkauf der mBank berichtet.

(chal/rtr/dpa)
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