Aktienmarkt schließt uneinheitlich: Brenntag absolviert erfolgreiches Börsendebüt

Aktienmarkt schließt uneinheitlich: Brenntag absolviert erfolgreiches Börsendebüt

Frankfurt/Main (RPO). Die Aktie des Mülheimer Chemiehändlers Brenntag hat am Montag ein erfolgreiches Börsendebüt absolviert. Die Aktie beendete ihren ersten Handelstag acht Prozent über dem Ausgabepreis von 50 Euro bei 54 Euro, was gleichzeitig das Tageshoch darstellte. Der erste Kurs hatte 51,10 Euro betragen, anschließend stieg die Notierung höher und hielt sich im Tagesverlauf fast durchweg über 52 Euro.

Am Wochenende hatte die zuvor zum Finanzinvestor BC Capital Partners gehörende Brenntag AG mitgeteilt, dass die Nachfrage besonders seitens institutioneller Investoren das Angebot mehrfach überstiegen habe. Das Emissionsvolumen erreichte inklusive Mehrzuteilungen 747,5 Millionen Euro. Angesichts dieser Marktkapitalisierung und einem Streubesitzanteil von rund 30 Prozent ist die Brenntag-Aktie ein Kandidat für den Mittelwerteindex MDax.

Börse schließt uneinheitlich

Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax stieg um 0,6 Prozent auf 6157 Punkte. Der MDax legte 0,3 Prozent auf 8191 Zähler zu. Der TecDax fiel hingegen um 0,7 Prozent auf 821 Punkte zurück. Beobachter sprachen von einem ruhigen Geschäft in der Karwoche.

An der New Yorker Wall Street notierten die Kurse im frühen Handel fester. Der Dow-Jones-Index stieg bis 17.45 Uhr MESZ um 0,5 Prozent auf 10 901 Punkte. Der Nasdaq Composite verbesserte sich ebenfalls um 0,5 Prozent auf 2407 Zähler.

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Der Euro wurde am Abend zu 1,3462 Dollar gehandelt. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs von 1,3471 Dollar festgestellt. Devisenhändler sprachen auch hier von einem vorösterlich ruhigen Geschäft bei vergleichsweise geringen Umsätzen. Nach dem EU-Gipfel habe sich die Situation um Griechenland deutlich entspannt.

Im Dax kletterten Infineon nach einer Kurszielerhöhung um 2,4 Prozent auf 5,17 Euro. Siemens erhöhten sich um 1,5 Prozent auf 74,42 Euro. ThyssenKrupp legten 1,4 Prozent auf 26,04 Euro zu. Die wenigen Verlierer wurden von Commerzbank angeführt, die um 1,8 Prozent auf 6,56 Euro zurückfielen. Am Wochenende hatte die "Wirtschaftswoche" gemeldet, in der Bundesregierung und im staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin mehrten sich die Befürchtungen, dass die mit Staatsgeldern gerettete Bank über Jahre hinweg das staatliche Kapital nicht verzinsen wird.

In der zweiten Reihe standen Praktiker nach mehreren zuversichtlichen Bankkommentaren ganz oben auf den Kauflisten. Der Wert der Aktien stieg um 6,1 Prozent auf 7,92 Euro. ElringKlinger verteuerten sich um 4,2 Prozent auf 19,88 Euro. IVG Immobilien gewannen 2,4 Prozent auf 6,54. Am anderen Ende sanken Sky um 2,1 Prozent auf 1,91 Euro. Demag Cranes gaben 2,1 Prozent auf 26,04 Euro nach.

Im TecDax standen Q-Cells unter Druck und verloren knapp 7,0 Prozent auf 7,35 Euro. Drillisch fielen um 4,1 Prozent auf 5,27 Euro zurück. Wirecard gaben 3,3 Prozent auf 7,48 Euro nach. Gefragt waren hingegen Singulus mit einem Aufschlag von 7,6 Prozent auf 4,89 Euro. MorphoSys legten knapp 2,0 Prozent auf 16,64 Euro zu.

(DDP/awei)