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Alternativen zum Bargeld: Wie man sicher kontaktlos bezahlt

Alternativen zum Bargeld : Wie man sicher kontaktlos bezahlt

Besser nichts berühren – das galt in der Pandemie für viele Kunden auch beim Zahlen. Worauf man bei dem Verfahren achten sollte.

Der Anteil von Kontaktlos-Zahlungen mit der Girocard (früher EC-Karte) ist nach Angaben der Euro-Kartensysteme GmbH im vergangenen Jahr in Deutschland auf mehr als 60 Prozent gestiegen. „Dieser Trend wird sich fortsetzen und zur neuen Normalität werden“, sagt Margit Schneider von Euro-Kartensysteme, einem Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Corona-Pandemie die Menschen hat vorsichtiger werden lassen beim Einkaufen. Sie haben zumindest eine ganze Zeit lang seltener gekauft und öfter als bisher nicht mit Bargeld gezahlt. Auch die aus jenen Altersgruppen, die den Umgang mit Barem seit Jahrzehnten gewohnt sind.

Die Euro-Kartensysteme hat jüngst eine Umfrage in Auftrag gegeben, derzufolge die Verbraucher in Deutschland beim Kontaktloszahlen vor allem Hygiene (84 Prozent), Schnelligkeit (91 Prozent) und einfache Handhabung (90 Prozent) schätzen.

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„Kontaktlos“ bedeutet, dass der Kunde/die Kundin seine/ihre Kreditkarte oder Girocard im Ladenlokal oder an der Supermarktkasse nicht mehr wie früher üblich beim bargeldlosen Zahlen in ein Lesegerät schieben muss. Die Daten werden stattdessen mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Bei geringen Beträgen (dazu später mehr) ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (Pin) durch den Karteninhaber nötig. Worauf muss man achten?

Von den mehr als 100 Millionen Girocards, die es gegenwärtig in Deutschland gibt, sind bereits 80 Prozent mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet. Dazu kommen die Kreditkarten und digitale Bezahlfunktionen über das Smartphone, wie sie die deutschen Banken und Sparkassen, aber auch Internet-Konzerne wie Apple und Google anbieten.

Um mit der Karte kontaktlos bezahlen zu können, muss auf der Vorderseite ein Symbol aufgedruckt sein, das im Grunde so aussieht wie ein W-Lan-Zeichen. Aber auch wer dieses Wellensymbol auf seiner Karte findet, kann noch nicht direkt kontaktlos zahlen. „Aus Sicherheitsgründen wird die Kontaktlos-Funktion erst aktiviert, wenn man mit seiner neuen Girocard einmal ganz regulär bezahlt oder Geld am Automaten abhebt. Durch das Stecken der Karte wird das kontaktlose Bezahlen freigeschaltet“, erklärt Expertin Schneider. Auf jeden Fall muss man sich einmal mit der Pin autorisiert haben. Dabei gilt wie immer: die Geheimzahl stets so eingeben, dass sie kein anderer sehen und auf diese Weise ausspionieren kann.

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Das Wellensymbol, das man auf der Karte findet, gibt’s auch am Lesegerät im Supermarkt. Zum Bezahlen hält man dann Wellensymbol gegen Wellensymbol. Ob der Bezahlvorgang funktioniert hat oder nicht, erkennt man an einer Meldung: „Zahlung erfolgt“ oder „Zahlung abgebrochen“.

Aus Sicherheitsgründen kann man – je nach Anbieter – höchstens viermal hintereinander kontaktlos zahlen und auch nicht mehr als 150 Euro. Die maximale Summe bei einem einzelnen Einkauf beträgt 50 Euro; sie ist im vergangenen Jahr von Banken und Sparkassen inmitten der Pandemie verdoppelt worden. Wer danach weiterhin kontaktlos zahlen will, muss zwischenzeitlich einmal mit Pin zahlen, dann geht der Rhythmus wieder von vorn los.

Beim Smartphone funktioniert das Zahlen folgendermaßen: Man hält die Rückseite des Geräts an das Terminal im Laden. Dafür braucht es nicht einmal eine Verbindung mit dem Internet. Die Zahlung erfolgt dann mittels biometrischer Verfahren wie über den Fingerprint-Sensor oder bei Apple mittels Touch ID, je nach Gerät auch mit Face ID oder Apple Watch. In Sachen Geschwindigkeit ist das kontaktlose Zahlen auf jeden Fall nicht zu schlagen. „Eine Kontaktlos-Zahlung ist in durchschnittlich elf Sekunden – von Bekanntwerden der Rechnungssumme bis zur Ausgabe des Kassenbons – erledigt und damit mehr als doppelt so schnell wie eine Barzahlung“, sagt Schneider.

Was unabhängig vom kontaktlosen Zahlen immer für die Karte gilt: „Wenn Sie Ihre Girocard verlieren, egal ob es sich um die Karte selbst oder die digitale Variante im Smartphone handelt, müssen Sie diese umgehend beim kartenausgebenden Institut sperren lassen“, rät Schneider. „Alternativ geht es auch über den zentralen Sperr-Notruf 116 116 rund um die Uhr.“  Und die Sicherheitsfrage generell? Expertin Schneider ist überzeugt: „Eine Kontaktlos-Zahlung mit der Girocard ist genauso sicher wie die kontaktbehaftete Kartenzahlung, da die gleichen hohen, bewährten Sicherheitsmechanismen wirken.“