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Lagarde zu Besuch in Kairo: Ägypten bittet IWF um 4,8 Milliarden Dollar

Lagarde zu Besuch in Kairo : Ägypten bittet IWF um 4,8 Milliarden Dollar

Die Folgen des Machtwechsels haben ein tiefes Loch in der ägyptischen Staatskasse hinterlassen. Deshalb hat die neue Führung, in der die Islamisten den Ton angeben, den Internationalen Währungsfonds (IWF) um einen Kredit in Höhe von 4,8 Milliarden US-Dollar (rund 3,8 Milliarden Euro) gebeten.

IWF-Chefin Christine Lagarde, die am Mittwoch in Kairo Präsident Mohammed Mursi und Regierungschef Hischam Kandil traf, will sich jedoch noch nicht festlegen. Kandil und Lagarde betonten während einer gemeinsamen Pressekonferenz, über den genauen Betrag, die Laufzeit und die Konditionen müsse in den kommenden Tagen noch verhandelt werden. Eine Einigung liege noch nicht vor.

Dutzende Demonstranten aus dem linken Spektrum demonstrierten vor dem Kabinettsgebäude in Kairo gegen den Besuch der IWF-Chefin. Sie erklärten, die geplante Vereinbarung werde zu mehr Arbeitslosigkeit und Armut in Ägypten führen.

Vor allem die Einnahmen aus dem Tourismus und die ausländischen Direktinvestitionen sind seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak im Februar 2011 stark zurückgegangen.

(dpa)