Arbeitswelt: 7,4 Millionen Deutsche wollen mehr arbeiten

Arbeitswelt : 7,4 Millionen Deutsche wollen mehr arbeiten

Während 7,4 Millionen Menschen in Deutschland den Wunsch nach mehr Arbeit hegen, ist die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen.

Dieses bislang ungenutzte Arbeitskräftepotenzial von Menschen im Alter zwischen 15 und 74 Jahren hat das Statistische Bundesamt nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation ILO ermittelt. Zu der Gruppe gehören neben 2,5 Millionen Erwerbslosen auch 2,0 Millionen Teilzeitbeschäftigte und 1,7 Millionen Menschen mit vollen Jobs, die dennoch mehr arbeiten wollen, teilte das Amt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Außerdem wurde eine "stille Reserve" von 1,2 Millionen Menschen identifiziert. Sie würden grundsätzlich einen Job aufnehmen, suchten aber aus verschiedenen Gründen aktuell nicht danach.

5,2 Millionen Menschen arbeiten in der Industrie

In der deutschen Industrie ist die Zahl der Beschäftigten auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Im Juni habe es im Verarbeitenden Gewerbe rund 5,201 Millionen Beschäftigte gegeben, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Dies sei der höchste Wert seit Dezember 2008. Im Vergleich zum Vorjahr zählte das Bundesamt im Juni 128.000 zusätzliche Beschäftigte. Das entspricht den Angaben zufolge einem Anstieg um 2,5 Prozent.

Besonders stark sei die Zahl der Beschäftigten im Maschinenbau gestiegen. Hier meldete das Bundesamt für Juni einen Zuwachs im Jahresvergleich von 4,7 Prozent. Außerdem hätten auch die Unternehmen in der IT-Branche, im Bereich elektronischer und optischer Erzeugnisse und in der Autoindustrie verstärkt neue Mitarbeiter eingestellt.

Einen vergleichsweise geringen Zuwachs der Beschäftigten habe es hingegen in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln gegeben, hieß es weiter. Hier meldete das Bundesamt für Juni nur einen Anstieg um 1,3 Prozent im Jahresvergleich. Auch in der chemischen Industrie sei der Stellenzuwachs mit 1,0 Prozent vergleichsweise schwach ausgefallen.

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(dpa)
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