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Anteil von 10,1 Prozent am Bruttoinlandsprodukt: 1,2 Millionen Deutsche arbeiten freiberuflich

Anteil von 10,1 Prozent am Bruttoinlandsprodukt : 1,2 Millionen Deutsche arbeiten freiberuflich

Noch nie waren so viele Menschen in Deutschland freiberuflich tätig wie im vergangenen Jahr. Die Zahl der selbstständigen Freiberufler hat im Jahr 2012 mit 1,2 Millionen einen Höchststand erreicht.

So heißt es im Bericht der Bundesregierung zur Lage der Freien Berufe, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen will und der unserer Redaktion vorliegt.

Die Freien Berufe erwirtschafteten inzwischen 10,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und beschäftigen mehr als drei Millionen Mitarbeiter. "Der Freiberufler steht für eine Kultur von Unternehmertum und Leistungsbereitschaft." Grundlage für den Bericht ist eine vom Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie des Instituts für Freie Berufe in Nürnberg (IFB).

Zuletzt hatte die Politik im Jahr 2002 eine umfassende Analyse zur Situation der Freiberufler veröffentlicht. Zu den Freiberuflern gehören beispielsweise Rechtsanwälte, Ärzte, Krankenpfleger, Ingenieure oder Wirtschaftsprüfer. Jede fünfte berufliche Existenz wird heute von einem Freiberufler gegründet.

Mit 21 Prozent ist der Anteil der Freiberufler am Gründungeschehen hoch. Die Politik müsse künftig vor allem den Einsatz neuer Informationstechnologien bei den Berufen fördern sowie den Fachkräftebedarf absichern.

Insbesondere im Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe rechnet die Bundesregierung mit einem zunehmenden Engpass. So würden beispielsweise verstärkt Humanmediziner sowie Kranken- und Altenpflegekräfte gesucht. Jedes dritte Unternehmen sehe den Fachkräftemangel als Risiko für seine Geschäftstätigkeit, heißt es.

Hier geht es zur Infostrecke: Acht Tipps: So gründen Sie richtig

(brö)