Luxemburg: EuGH entscheidet bei Leerverkäufen gegen London

Luxemburg : EuGH entscheidet bei Leerverkäufen gegen London

Im Rechtsstreit um Kompetenzen der europäischen Börsenaufsicht ESMA hat Großbritannien eine Schlappe erlitten. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied, die Aufseher dürften in Krisensituationen sogenannte Leerverkäufe verbieten (Rechtssache C-270/12). Darunter versteht man riskante Börsenwetten, bei denen ein Händler Wertpapiere verkauft, die er zum Verkaufszeitpunkt nicht besitzt. Während der Finanzkrise waren Leerverkäufe in die Kritik geraten, weil sie die Aktienkurse mächtig ins Rutschen brachten.

Die britische Regierung hatte beim höchsten EU-Gericht gegen die Kompetenz der europäischen Börsenaufsicht bei den Leerverkäufen geklagt. Das Urteil überraschte, weil der einflussreiche Gutachter des Gerichtshofs empfohlen hatte, London Recht zu geben und den entsprechenden Artikel 28 der EU-Verordnung zu kippen.

(dpa)
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