Düsseldorf: Ergo-Chef räumt Fehler ein

Düsseldorf : Ergo-Chef räumt Fehler ein

Der Düsseldorfer Versicherungskonzern Ergo versucht, nach dem Skandal mit Prostituierten in Budapest und falschen Riesterrenten-Beratungen sein ramponiertes Image aufzupolieren. Ergo-Vorstandsvorsitzender Torsten Oletzky hat sich gestern für die Budapester Vorgänge entschuldigt: "Ich kann unsere Kunden nur nochmals um Verzeihung bitten. Wir können es nicht rückgängig machen, aber ich werde sicherstellen, dass sich so etwas nicht wiederholt", sagte Oletzky vor Mitgliedern der amerikanischen Handelskammer AmCham in Düsseldorf.

Der Manager räumte ein, dass die Ergo-Versicherung dadurch ein Imageproblem habe. "Es ist ein Reputationsschaden entstanden. Und dieser klebt nun an der noch jungen Marke Ergo."

Vertreter der Ergo-Tochter HMI hatten im Jahr 2007 in Budapest eine Party mit Prostituierten gefeiert. Außerdem hatte Ergo einen "gravierenden Fehler" in Riester-Policen aus dem Jahre 2005 eingeräumt. Nach Aussage von Oletzky seien fehlerhafte Formulare die Ursache für den Schaden gewesen. "Wir haben die Kunden nicht bewusst getäuscht, es ist ein Irrtum gewesen", sagte Oletzky. "In einem großen Unternehmen können Fehler entstehen – wenn man sie erkennt, muss man sie beheben." Die 12 000 Riester-Kunden, die von dem Fehler betroffen sind, würden nun angeschrieben und die Versicherungswerte korrigiert.

Weiter wolle der Ergo-Versicherungskonzern, die eine Tochter der Münchner Rückversicherung ist, auf Transparenz setzen, um die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten. Zur Imagepflege soll auch die Marken-Kampagne fortgesetzt werden, die vor einem Jahr gestartet worden war.

(RP)
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