Eine frühere Spitzenpolitikerin der CDU wird das gesamte Eon-Netzgeschäft in NRW und Rheinland-Pfalz leiten.

Lukrativer Jobwechsel : Ex-CDU-Politikerin wechselt zu Eon

Katherina Reiche soll das Netzgeschäft unter anderem in NRW leiten. Ob sie irgendwann weiter im Konzern aufsteigt, bleibt abzuwarten.

Der Essener Stromkonzern Eon hat eine wichtige Personalentscheidung für die Zeit nach der Übernahme des RWE-Ablegers Innogy getroffen. Die Leitung einer für NRW und Rheinland-Pfalz wichtigen Netzgesellschaft wird die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche übernehmen. Kern der künftigen Firma wird der Innogy-Ableger Westnetz in Dortmund sein, der 5100 Mitarbeiter hat und 7,5 Millionen Menschen versorgt. Das erfuhr unsere Redaktion aus Branchenkreisen.

Die 46-Jährige wird ihre Kontakte als bisherige Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) nutzen können: Die neue Firma wird für die Verlängerung von Konzessionsverträgen auf gute Kontakte zu Kommunen angewiesen sein.

Eon bestätigt nur, Reiche werde „die Leitung einer der größten und wichtigsten operativen Einheiten bei Eon übernehmen.“ Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ über den Wechsel berichtet, hatte aber den Eindruck erweckt, Reiche werde den ganzen Netzbereich von Eon verantworten. Tatsächlich wird Eon noch weitere Netzunternehmen haben. Ob Reiche später in der Hierarchie aufrückt, bleibt abzuwarten. Das „Handelsblatt“ meldet, dass Innogy-Netzvorstand Hildegard Müller so wie alle anderen Innogy-Vorstände im neuen Eon-Konzern nicht in den Vorstand kommen.

Den VKU leitet Reiche seit vier Jahren. Davor war sie sieben Jahre Bundestagsabgeordnete. Die verheiratete Mutter von drei Kindern lebt in Potsdam.

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