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Eine Chance für Frankfurts Börse

Eine Chance für Frankfurts Börse

Aus der Traum von der weltgrößten Börse: Mit dem Verbot der Fusion von Deutscher Börse und Nyse Euronext bastelt Joaquin Almunia an seinem Image als "harter Hund" und "Anwalt der Verbraucher". Über seine Bewertung und die zugrunde liegenden Kriterien lässt sich trefflich streiten.

Fest steht aber: Für die Deutsche Börse ist das "Veto" kein Drama - allenfalls für Reto Francionis Verbleib auf dem Chefsessel. Die Fusion hätte die Macht der Deutschen im eigenen Haus geschmälert: New York hätte den Chef gestellt, der offizielle Sitz wäre in den Niederlanden gewesen. Nun muss die Deutsche Börse zeigen, dass sie auch allein genug Kraft hat, weiter zu wachsen. Die Ausgangslage ist gut. Kooperationspartner in Asien und Südamerika dürften zu finden sein. Denn die großen Gewinne werden mit Finanzwetten gemacht. Das haben die Frankfurter früh genug erkannt.

(RP)