Athen: Ein Hoffnungsschimmer für Athen

Athen : Ein Hoffnungsschimmer für Athen

Die Wirtschaftsleistung des Landes schrumpft langsamer als bisher.

Griechenland sieht nach Jahren der Rezession Licht am Ende des Tunnels. Die Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal so langsam wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Die Regierung kommt zudem bei der Sanierung der maroden Staatsfinanzen voran und meldete gestern für die ersten sieben Monate überraschend einen Überschuss im sogenannten Primärhaushalt, der allerdings Zinszahlungen für Schulden ausklammert.

Das Bruttoinlandsprodukt fiel nach Angaben des griechischen Statistikamts Elstat zwischen April und Juni 2013 nur noch um 4,6 Prozent zum Vorjahresquartal. Ökonomen hatten ein Minus von 5,0 Prozent erwartet. Im ersten Vierteljahr war die Wirtschaft noch um 5,6 Prozent geschrumpft. "Die Rezession wird im dritten Quartal weiter nachlassen", sagte Ökonom Dimitris Maroulis (Alpha Bank). Dafür spricht die sehr gute Feriensaison. Der Tourismus macht etwa 17 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

Griechenland steckt seit 2008 in der Rezession und hat seither gut ein Fünftel seiner Wirtschaftskraft eingebüßt. Mit 27,6 Prozent ist die Arbeitslosenquote so hoch wie nie zuvor. Die EU-Kommission sagt für 2013 noch einmal ein Schrumpfen der Wirtschaft um 4,2 Prozent voraus, etwas weniger als im Vorjahr. Für das nächste Jahr erwarten EU-Kommission und Internationaler Währungsfonds (IWF) aber die Rückkehr des Landes in die Wachstumszone mit einem Mini-Plus. Dann sollen sich die Sparmaßnahmen endlich positiv auswirken.

Das Bundesfinanzministerium bemühte sich, Spekulationen über ein Hilfspaket oder einen neuen Schuldenschnitt zu zerstreuen. Die griechischen Zahlen sprächen eine klare Sprache, hieß es. Zudem habe die Troika aus IWF, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission erst kürzlich in einem Prüfbericht bestätigt, dass Griechenland bei seiner Sanierung Fortschritte mache.

(rtr)