Geschenketipps Die besten E-Book-Reader zum Fest

Düsseldorf · Die meisten Deutschen lesen zwar immer noch lieber Bücher in gedruckter Form. Doch die digitalen Alternativen haben ihre Vorteile – unter anderem, wenn es um die Lektüre-Auswahl für den Urlaub geht.

 Gut jede(r) Dritte in Deutschland liest zumindest hin und wieder E-Books.

Gut jede(r) Dritte in Deutschland liest zumindest hin und wieder E-Books.

Foto: dpa-tmn/Zacharie Scheurer

Kein Zweifel: E-Books haben in Deutschland trotz des Trends zum Digitalen immer noch einen relativ bescheidenen Verbreitungsgrad. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistikportals Statista.de gerade mal 37,3 Millionen Stück verkauft worden, und das zu einem Durchschnittspreis von rund 6,50 Euro. Das führt zu einem Umsatzanteil im gesamten Buchhandel von nur sechs Prozent. Viele lesen halt immer noch ein Buch lieber, wenn sie es in die Hand nehmen können, den Einband fühlen, vielleicht sogar noch etwas riechen können.

Dennoch hat ein E-Book Book seine Vorteile. Beispielsweise im Urlaub, wo Vielleser dann nicht mehr zusehen müssen, wie sie einen ganzen Bücherstapel im Koffer unterbringen, sondern nur den E-Book-Reader verpacken müssen. Ungefähr 15 mal zehn Zentimeter groß, nur wenige hundert Gramm schwer, mit gefühlt unbegrenztem Speicherraum für die gewünschte Lektüre. Aber welcher Reader ist gut, und worauf sollte man als Käufer achten? Das Technikmagazin Chip hat jüngst 17 Geräte getestet.

Was wurde getestet?

Die Chip-Experten haben für ihren Test vier Kriterien benuzt: Mobilität (Laufzeit des Geräts), Geschwindigkeit (Tempo beim Umblättern und Wiederaufnahme nach dem Standby), Display (Bildschirmdiagonale, Auflösung, Hintergrundbeleuchtung) und Ausstattung (u.a. Blueetooth, Hörbuch-Fähigkeit, Lesefunktionen). Die Mobilitätsergebnisse machten 40 Prozent der Bewertung aus, die drei anderen Kritierien je 20 Prozent.

Wer sind die Sieger?

Das hängt für Nutzerinnen und Nutzer auch davon ab, welche Anforderungen sie an das Gerät stellen. In der Gesamtschau kommt der Amazon Kindle Paperwhite Signature Edition am besten weg, Sparbewussten empfehlen die Tester als Preistipp den Kindle in der Version von 2022, Vielreisenden den Pocket Book Touch HD 3. Als besonders günstiges Einstiegsmodell gilt der Tolino Page 2.

Welche Stärken haben die Reader?

Bei den Amazon-Geräten unter den Siegern überzeugen unter anderem Akkulaufzeit, Geschwindigkeit und das vergleichsweise geringe Gewicht. Das kann aber auch das beste Pocket-Book-Produkt für sich in Anspruch nehmen. Das hat auch einen Feuchtigkeitsschutz,. Selbst wenn der Reader ins Wasser fallen würde, sollte er noch einwandfrei funktionieren. Ein wichtiges Argument für Strandurlaub-Leser.

Welche Schwächen haben die Reader?

Ein von den Testern stets erwähnter Nachteil beim Kindle, den Amazon-Gegner ohnehin seit Jahren anführen: Der Download ist auf die Kindle-Bibliothek beschränkt. Aber: Die ist so groß, dass kaum ein Digitalleser hier nichts findet, erst recht nicht, wenn er nur entspannte Urlaubslektüre sucht. Das Argument dürfte also keines sein bei der Entscheidung für einen Reader. Eher schon, dass das Gerät keine haptischen Tasten hat (Paperwhite Signature) respektive der W-Lan-Standard, über den man Bücher auf den Reader lädt, veraltet ist. Und Hörbücher gehen beim Amazon Kindle von 2022 nur auf Englisch.

Was spielt kaum eine Rolle?

Die Speicherkapazität dürfte bei den meisten Käufern kaum ein Kriterium für die Entscheidung sein Denn selbst beim Tolino Page 2, dessen Speicher bei acht Gigybyte vergleichsweise klein ist, passen bei einer durchschnittlichen Datenmenge pro E-Book von bis zu zwei Megabyte auf jeden Fall mehrere tausend Bücher drauf. Das übersteigt die Lese-Lebensleistung vieler Menschen eindeutig.

Wie teuer darf der Reader sein?

„Wenn es um den reinen Lesegenuss geht, dann sind viele eBook-Reader bereits gut genug, um empfehlenswert zu sein“, heißt es auf Chip.de Da kommt man womöglich auch mit einem Budget von 80 bis 90 Euro aus. Wer allerdings Wert auf Extras wie Hörbücher, Bluetooth oder ein extragroßes Farb-Display lege, sollte auf jeden Fall mehr als 100 Euro oder gar über 200 Euro ausgeben, so die Empfehlung.

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