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Essen: Dortmund sorgt sich wegen der Sparpläne von RWE

Essen : Dortmund sorgt sich wegen der Sparpläne von RWE

Wenn die Aufsichtsräte des angeschlagenen Energiekonzerns heute in Essen zusammen kommen, wird es einmal mehr um Wege aus der Krise gehen. Auf der Suche nach Sparpotenzial wird auch über eine Zusammenlegung der in Essen sitzenden RWE Deutschland AG und der in Dortmund sitzenden RWE Vertriebs AG nachgedacht. Ein Arbeitskreis, in dem Geschäftsführer von Tochter-Unternehmen sitzen, hat ein Arbeitspapier erstellt, das die Zusammenlegung der Holdings vorschlägt. Es wird erwartet, dass betroffene Aufsichtsräte wie der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau das Papier sehen wollen. Sierau wacht mit Argusaugen, heißt es in Dortmund. Denn die Vertriebs AG hat 2000 Beschäftigte.

Der RWE-Sprecher sagt zwar: "Diese Gerüchte entbehren jeder Grundlage." Von Grundlage will er erst sprechen, wenn sich der Vorstand mit der Frage befasst hat. Die Planspiele des Arbeitskreises dementiert er ebenso wenig wie den geplanten Wechsel des Chefs der Vertriebs-AG, Carl Giesting, in den Deutschland-AG-Vorstand.

RWE-Manager aus den Niederlanden und Großbritannien fragen sich ohnehin, was die teure deutsche Doppelstruktur soll, heißt es in Konzernkreisen. Die Vertriebs AG ist eine Tochter der Deutschland AG und diese eine Tochter der RWE AG.

Sparen müssen (wie berichtet) auch die Kraftwerke. RWE-Chef Terium bestätigte nun auf einer Investorenkonferenz, dass der Konzern zusätzliche Einsparpotenziale in der Sparte identifiziert habe.

(RP)