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Die teuersten Unternehmen der Welt: Die US-Konzerne bauen ihre Dominanz aus

Die teuersten Unternehmen der Welt : Die US-Konzerne bauen ihre Dominanz aus

Unternehmen aus den USA sind die Giganten der Weltbörsen: Neun der zehn teuersten Unternehmen der Welt kommen aus den Vereinigten Staaten, fast jedes zweite Unternehmen im Top 100-Ranking hat dort seinen Sitz, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young am Mittwoch in Frankfurt berichtete.

Europa ist unter den Top 10 gar nicht mehr vertreten, China nur noch mit einem Unternehmen, der Industrial and Commercial Bank of China. Als höchstplatzierter deutscher Konzern belegt Volkswagen Platz 60.

Während die Zahl der nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen in den USA seit Jahresbeginn von 39 auf 47 stieg, sank die Bedeutung Europas und Asiens: In Folge der Schuldenkrise sind nur noch 30 europäische Gesellschaften unter den Top 100 nach 34 zu Jahresbeginn. "Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den Krisenländern, die Sparmaßnahmen der Regierungen und die geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen lassen eine Konjunkturerholung in der Eurozone derzeit als sehr unwahrscheinlich erscheinen", sagte EY-Partner Thomas Harms.

Auch China entwickele sich schwach: Die Zahl der chinesischen Unternehmen in der Rangliste ist von 10 auf 9 gesunken. "Die China-Euphorie ist vorerst vorbei", sagte Harms und erinnerte an die überraschend schwachen Konjunkturdaten sowie die Skepsis in Bezug auf die Stabilität des dortigen Finanzsektors.

Hingegen blieben deutsche Unternehmen für Investoren attraktiv. Mit fünf Gesellschaften unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt kann Deutschland seinen vierten Rang im Länderranking behaupten.
Volkswagen landet mit einem Börsenwert von knapp 92 Milliarden US-Dollar (71 Mrd. Euro) auf Platz 60. Auf den Plätzen 62 bis 64 folgen SAP, Siemens und Bayer. BASF belegt Rang 70.

Deutsche Firmen trotz allem attraktiv

"Deutsche Unternehmen sind trotz der schwachen Konjunkturentwicklung in Europa derzeit für Investoren attraktiv", sagte Harms. Die deutschen Top-Konzerne stünden für hohe Qualität und Innovationskraft, eine effiziente Produktion und globale Aufstellung. Sein Ausblick auf die zweite Jahreshälfte fällt allerdings zurückhaltend aus: "Die ausbleibenden Wachstumsimpulse aus Europa machen auch den deutschen Unternehmen spürbar zu schaffen."

Das wertvollste Unternehmen der Welt ist zur Jahresmitte Exxon. Der Energieriese hat den Computerhersteller Apple wieder vom Thron gestoßen und ist nach der Studie knapp 402 Milliarden US-Dollar wert - sieben Milliarden mehr als vor einem halben Jahr. Der Börsenwert der Herstellers von iPhone und iPad sank hingegen in den vergangenen sechs Monaten um über 128 Milliarden US-Dollar auf 372 Milliarden US-Dollar. Auf den Plätzen drei und vier folgen Google und Microsoft.

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Derzeit laufe es gut für die US-Unternehmen, sagte Harms: "Während Europa unter den Folgen der Schuldenkrise leidet, profitieren die US-Konzerne von der besseren Entwicklung der heimischen Wirtschaft." Doch der Experte betont, dass die hohen Aktienkurse nicht in Stein gemeißelt sind: "Weltweit sorgen historisch niedrige Zinsen und günstiges Zentralbankgeld für ein hohes Niveau der Aktienkurse. Aber die Zeit des billigen Geldes wird nicht ewig dauern - wenn die Zinsen wieder steigen, dürfte das spürbare Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben."

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(dpa)