Die Telekom als Beute der Parteien

Die Telekom als Beute der Parteien

Dreister kann man Pfründe nicht fordern: Gestern Nachmittag verlangte die FDP mehr Frauen in den Top-Positionen, speziell von Staatskonzernen – Parteifreundin Birgit Grundmann aus dem Justizministerium soll also im Telekom-Vorstand versorgt werden. Gegenüber unserer Zeitung fordert ein führender Sozialdemokrat dagegen, den Vorstand für Recht und Datenschutz aus dem SPD-Reihen zu besetzen, nur weil eine Ex-CDU-Ministerin Personalchefin wird.

Der Telekom-Führung kann man nur wünschen, dass sie dem Druck widersteht. Wenn Top-Jobs vergeben werden, kann nur Qualifikation zählen, nicht das Parteibuch. Für das interne Klima ist es auch gefährlich, dass offensichtlich externe Bewerber bei Top-Jobs bessere Chancen haben als eigene Leute.

(RP)
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