Studie: Die deutschen Kliniken haben zu wenig Geld

Studie: Die deutschen Kliniken haben zu wenig Geld

Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser verschlechtert sich nach Experteneinschätzung zusehends. Nicht einmal jede zweite Klinik erreichte 2014 ein positives Jahresergebnis - trotz steigender Umsätze.

Das geht aus einer am Dienstag in München veröffentlichten Studie des Roland-Berger-Instituts hervor. Durch Kostendruck und gesetzliche Sparmaßnahmen werde der Anteil defizitärer Häuser weiter steigen, hieß es weiter. Mehr als zwei Drittel der Kliniken befänden sich gegenwärtig in Restrukturierungen.

36 Prozent der Krankenhäuser schätzen ihre finanzielle Situation gegenwärtig als kritisch ein, wie die Erhebung ergab. 2014 waren es nur 29 Prozent. Fast die Hälfte der Kliniken habe im Vorjahr ihre Ziele nicht einhalten können, hieß es weiter. Viele planten zu optimistisch oder hätten Schwierigkeiten, die geplanten Maßnahmen tatsächlich umzusetzen.

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Für die Studie "Aktuelle Diagnose und Therapie der wirtschaftlichen Misere deutscher Krankenhäuser" wurden Vorstände und Geschäftsführer der 400 größten deutschen Krankenhäuser befragt. Die meisten von ihnen sind in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft.

(KNA)