Wiesbaden: Deutsche bezahlen mehr für Wohnen

Wiesbaden : Deutsche bezahlen mehr für Wohnen

Der Anteil an den Konsumausgaben ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Gespart wird weniger.

Die eigenen vier Wände sind den Deutschen lieb und vor allem teuer. Die privaten Haushalte wenden mit durchschnittlich 845 Euro im Monat mehr als ein Drittel ihrer Konsumausgaben für Wohnen, Energie und die Instandhaltung ihrer Wohnung auf. Das geht aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe hervor, aus der das Statistische Bundesamt gestern berichtete. Danach gaben die privaten Haushalte 2013 durchschnittlich 2448 Euro pro Monat für ihren Konsum aus.

In Ost- und Westdeutschland gaben die Menschen ihr Geld für ähnliche Dinge aus. Allerdings haben die Osthaushalte mit durchschnittlich 2048 Euro nur rund 80 Prozent des Konsumetats der Westdeutschen zur Verfügung.

Insgesamt steigen die Ausgaben der privaten Haushalte in Deutschland stetig - was sowohl an der Inflation als auch an den gestiegenen Einkommen und der Rekordbeschäftigung liegen dürfte. Hinzu kommt, dass Verbraucher angesichts niedriger Zinsen mehr Geld in den Konsum stecken, da sich Sparbuch & Co. kaum lohnen.

Nach den Zahlen der Statistiker gaben die Privathaushalte 1998 im Schnitt monatlich nur 2061 Euro für den Konsum aus, 2008 waren es bereits rund 2245 Euro. Dabei ist der Anteil, der für die eigenen vier Wände ausgegeben wird, ebenfalls gestiegen: Von 31,9 Prozent im Jahr 2008 auf 35 Prozent 2013.

Allerdings steckten die Haushalte in den neuen Bundesländern 2013 "nur" 33,4 Prozent ihrer Konsumetats oder 684 Euro in diesen Bereich - auch, weil Wohnraum in Teilen Ostdeutschlands günstiger ist. Im Westen gaben die Privathaushalte im Schnitt 888 Euro (34,8 Prozent) für das Wohnen aus.

(dpa)
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