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Deutsche Bahn peilt Milliarden-Gewinn an

Berlin : Bahn peilt Milliarden-Gewinn an

Der Lokführer-Streik hat den Konzern 170 Millionen Euro Umsatz gekostet.

Die Bahn stellt sich trotz eines Fahrgastrekords in Deutschland auf langsameres Wachstum ein. Gründe seien der stärkere Wettbewerb - etwa durch Fernbusse - aber auch steigende Kosten, Rückgänge bei Güterzügen und ein großer Druck auf die Margen im weltweiten Geschäft, sagte Bahnchef Rüdiger Grube gestern. In diesem Jahr will der Staatskonzern die Marken von 41 Milliarden Euro Umsatz und 1,1 Milliarden Euro Gewinn übertreffen. Das war schon 2014 das Ziel, doch die Bahn verfehlte es wegen wachsender Konkurrenz, der Lokführer-Streiks und Unwettern. Grube senkte auch die langfristigen Umsatzziele.

Reisende in Deutschland legten 2,03 Millionen Fahrten mit der Bahn zurück, 0,7 Prozent mehr als 2013 und ein weiterer Rekord. Zuwachs gab es aber allein im subventionierten Nah- und Regionalverkehr.

Der Konzernumsatz stieg um 1,5 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro, der Gewinn legte nach einem Einbruch 2013 um gut die Hälfte auf 988 Millionen Euro zu. 700 Millionen davon gehen als Dividende an den Eigentümer, den Bund.

"Natürlich hätten wir gern mehr gehabt", sagte Grube und versicherte: "Wir werden angreifen und wir wollen gewinnen." Der Konzern hatte am Mittwoch ein milliardenschweres Programm für mehr Fahrten und Stationen im Fernverkehr angekündigt, um Kunden zurückzuholen, die beispielsweise auf den Fernbus umgestiegen sind. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einer Stärkung des Kerngeschäfts der Bahn in Deutschland. "Damit wird sie Ihre Attraktivität erheblich steigern."

Während der Lokführerstreiks und in Folge des Sturmtiefs "Ela" fuhren weniger Züge. Die Einnahmeverluste durch den Streik bezifferte Finanzvorstand Richard Lutz auf 170 Millionen Euro, die Fernbusse schlugen mit 130 Millionen Euro zu Buche, das Sturmtief mit 60 Millionen Euro.

Grube verteidigte gestiegene Bonus-Zahlungen an die sechs Vorstände, die laut Geschäftsbericht insgesamt nach gut 6,1 Millionen im Vorjahr nun 10,4 Millionen Euro erhielten. Wesentliche Kennzahlen hätten sich verbessert, sagte Grube.

(dpa)