Gas aus dem Schurkenstaat Der teuer erkaufte kleine Katar-Deal

Meinung | Düsseldorf · Der Katar-Deal ist von der Dimension her bescheiden und von Habeck teuer erkauft. An der Notwendigkeit solcher Gas-Importe ändert das nichts: Deutschland zahlt nun die Rechnung für eine verlogene Energiepolitik.

 Habeck war im März in Katar.

Habeck war im März in Katar.

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Bei seinem Besuch im März hatte sich Robert Habeck tief vor dem Handelsminister von Katar verbeugt. Auf der Suche nach neuen Lieferländern für Gas machte der Wirtschaftsminister einen Bückling in dem Land, das Menschenrechte missachtet, Frauen als Menschen zweiter Klasse behandelt und Homosexualität verbietet. Habecks Verhalten kann man prinzipienlos nennen oder pragmatisch, es hat jedenfalls Folgen: Katar verpflichtet sich, 15 Jahre lang Flüssiggas nach Deutschland zu liefern.