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Der Flughafen Köln-Bonn und der in Düsseldorf melden bessere Zahlen

Nachfrage nach Urlaub legt wieder zu : An den Flughäfen von NRW geht es leicht bergauf

2020 brach der Luftverkehr fast komplett zusammen, jetzt geht es an den Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn und Weeze wieder deutlich aufwärts. Bundesweit am meisten gefragt sind Urlaubsflüge, in Deutschland bevorzugen die Menschen wohl aktuell das Auto und konferieren per Video.

(rky) Der Flugverkehr legte im Juni gegenüber dem extremen Absturz von 2020 massiv zu,  erreichte aber nur ein Viertel des  Niveaus von Juni 2019 vor der Corona-Krise. Das teilt der Flughafenverband ADV mit. Insgesamt flogen bundesweit im Juni 5,5 Millionen Menschen, vor einem Jahr waren es 1,5 Millionen gewesen, vor zwei Jahren aber fast 24 Millionen.

In Düsseldorf kamen im Juni 561.000 Reisende zusammen, das sind 260 Prozent mehr  als im  Juni 2020. Doch im gleichen Monat des Jahres 2019 waren es noch 2,9 Millionen Passagiere. Das waren mehr als viermal so viele wie jetzt.

In Köln-Bonn kamen diesen Juni 292.000 Reisende zusammen. Das sind ebenfalls viermal so viel wie im Katastrophenjuni 2020, aber im Juni 2019 waren in Köln-Bonn noch 1,2 Millionen Menschen in ein Flugzeug gestiegen oder waren per Jet angekommen. Insgesamt kommt der Flughafen der Domstadt aber am besten durch die Krise, weil die dort so wichtige Fracht boomt: 84.000 Tonnen an Waren und Paketen wurden ein- oder ausgeladen,  fast ein Drittel mehr als vor der Pandemie. Dabei könnte auch eine Rolle spielen, dass mehr Lieferungen über Köln-Bonn laufen, weil dort auch viele reine Frachtjets abgefertigt werden. In Düsseldorf als größtem Airport NRWs schrumpft die Fracht dagegen fast automatisch, weil ja weniger Passagierjets unterwegs sind, die Waren im „Bauch“ als Zusatzladung mitnehmen.

Weeze am Niederrhein erholte sich auf 48.922 Reisende in einem Monat, vor einem Jahr waren nicht einmal Tausend Menschen vom Niederrhein aus unterwegs gewesen. Aber vor der Krise hatten noch fast 130.000 Menschen den Airport im Juni genutzt. Hier ist vorrangig Ryanair vertreten.

Bezüglich der Zielgebiete liegen bundesweit innerdeutsche Flüge sowie Flüge nach Übersee um mehr als 80 Prozent unter dem  Niveau von 2019, Flüge in Europa, also in den Urlaub, gingen „nur“ um  rund 74 Prozent runter.