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Düsseldorf: Das ändert sich mit dem Jahreswechsel für Verbraucher

Düsseldorf : Das ändert sich mit dem Jahreswechsel für Verbraucher

Elektroautos werden stärker gefördert, der Versand von Briefen wird teurer und es gibt eine Subvention für eine Pflegeversicherung.

Für die deutschen Verbraucher bringt der Abschied vom Jahr 2012 einige wichtige Nachrichten mit sich.

Briefporto 58 Cent Der Preis für den Standardbrief steigt von 55 Cent auf 58 Cent. Postchef Frank Appel erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass in den ersten Tagen wohl noch akzeptiert wird, wenn Privatkunden einen Brief nur mit 55 Cent frankieren.

Subvention für private Pflegeversicherung Mehr als drei Millionen Menschen werden im Jahr 2030 in Deutschland pflegebedürftig sein. Um die Sozialsysteme in der Zukunft zu entlasten, fördert der Staat ab Januar jeden, der in eine private Pflegeversicherung einzahlt. Gesetzlich Versicherte erhalten jährlich 60 Euro vom Staat – also fünf Euro im Monat zu ihren Beiträgen. Allerdings muss dafür der Beitrag, der in die private Pflegeversicherung eingezahlt wird, mindestens 120 Euro im Jahr betragen.

Pflege-Beitragssatz steigt Der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung wird zum neuen Jahr um 0,1 Prozentpunkte angehoben – von 1,95 auf 2,05 Prozent. Dadurch werden die verbesserten Bedingungen für Pflegebedürftige finanziert: Die können ab dem neuen Jahr freier entscheiden, wie sie die Zeit mit dem Pflegedienst nutzen möchten. Zusätzlich zu den bisherigen Grundleistungen wie zum Beispiel Waschen, Anziehen oder Aufräumen kommt nun die "häusliche Betreuung" hinzu. Darunter fallen Spaziergänge oder Vorlesestunden.

Praxisgebühr weg Patienten brauchen bei einem Arztbesuch nicht mehr an die obligatorische Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro zu denken – sie entfällt.

Freie Schornsteinfeger-Wahl Das Schornsteinfeger-Monopol fällt endgültig. Haus- und Wohnungseigentümer dürfen den Auftrag jetzt frei vergeben.

Steuerbefreiung für Elektroautos Für alle Elektrofahrzeuge, die vom 18. Mai 2011 bis zum 31. Dezember 2015 erstmals zugelassen wurden beziehungsweise noch werden, fällt zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer an, um den Verkauf anzukurbeln. Außerdem sollen bei Dienstwagen weitere Steuervorteile für Elektroautos kommen.

Strompreise ziehen an Die deutschen Konsumenten müssen meist deutlich mehr für ihren Stromverbrauch zahlen. Im Bundesdurchschnitt erhöhen die Energieversorger ihre Preise um rund zwölf Prozent, vorrangig wegen der höheren Umlage für Ökostrom (EEG).

Ende der Bundesschatzbriefe Viele Anleger schätzten Bundesschatzbriefe wegen ihres geringen Risikos, trotz magerer Zinsen. Die Bundesfinanzagentur wird die Wertpapiere aber nicht mehr anbieten.

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Eltern bekommen weniger Geld Die Bundesregierung kürzt das Elterngeld für Kinder, die ab 1. Januar geboren werden. Denn künftig zählen nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW für die Berechnung nicht mehr die konkreten Abzüge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Stattdessen wird eine Pauschale in Höhe von 21 Prozent für die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen.

Ein Rechenbeispiel: Für Eltern mit einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 2000 und 3000 Euro kann das Elterngeld ab Januar um bis zu zehn Euro pro Monat sinken.

Kindergeld ohne Anrechnung Es bleibt bei der Bewilligung von Kindergeld so wie 2012 dabei, dass bei Kindern in der ersten Ausbildung oder im Studium nicht mehr geprüft wird, was für ein Einkommen sie haben.

(jd/rky)