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Coronavirus: Dax steigt nach angekündigter Staatshilfe

Wirtschaftliche Folgen des Coronavirus : Dax steigt nach angekündigter Staatshilfe

Nachdem der Dax am Donnerstag mehr als 12 Prozent verloren hatte, konnte er sich am Freitag leicht erholen. Bundestag und Bundesrat hatten zuvor Staatshilfen beschlossen.

Die Ankündigung umfangreicher Staatshilfen im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Krise hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag unterstützt. Der Dax stieg zunächst wieder dicht an die Marke von 10.000 Punkten. Am Nachmittag bröckelten die Gewinne mit denen der US-Börsen wieder ab. Das Plus belief sich zuletzt auf 3,91 Prozent, womit der Leitindex bei 9519,70 Punkten stand. Tags zuvor hatte er mit dem zweitgrößten prozentualen Tagesverlust in seiner 30-jährigen Geschichte unter der Marke von 10.000 Zählern geschlossen.

Der MDax stieg am Freitag um 3,46 Prozent auf 20.865,08 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte zugleich um 4,67 Prozent vor. Auch in den USA ging es zunächst wieder deutlich nach oben, allerdings bröckelten die Gewinne auch wieder rasch ab. Der Dow Jones Industrial legte zuletzt nur noch um 2,7 Prozent zu, nach fast 6 Prozent zum Handelsstart. Die Unsicherheit nach dem größten Börsencrash seit 1987 bleibt weiter hoch.

In einer der wohl turbulentesten Wochen in der Börsengeschichte steuerte der Dax zuletzt auf einen Wochenverlust von 17,5 Prozent zu. Am vergangenen „Schwarzen Montag“ war es für das Börsenbarometer angesichts der Virusängste und eines Ölpreisschocks bereits um fast 8 Prozent abwärts gegangen. Am Donnerstag dann war der Dax trotz eines umfangreichen Hilfspakets der Europäischen Zentralbank für die Wirtschaft des Euroraums um mehr als 12 Prozent eingebrochen. Seit Beginn des virusbedingten Börsencrashs am 24. Februar hat er inzwischen rund 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Nachrichten zu einzelnen Unternehmen fanden wieder mehr Beachtung. Die Aktien von Wirecard schossen kurz nach dem Handelsstart um 30 Prozent hoch und legten zuletzt um 11 Prozent zu. Am Vortag hatten sie allerdings auch fast 18 Prozent eingebüßt. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank im Dax und die der Commerzbank im MDax stiegen jeweils mehr als 10 Prozent, hatten aber am Vortag Rekordtiefs erreicht.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von ihrem Rekordtief bei minus 0,83 Prozent am Vortag auf minus 0,68 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel indes wieder deutlich um 3,75 Prozent auf 146,43 Punkte. Der Bund-Future sank um 1,26 Prozent auf 174,09 Zähler.

Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,1124 US-Dollar wieder deutlich unter 1,12 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1240 (Mittwoch: 1,1336) Dollar festgesetzt.

(c-st/dpa)