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Corona-Krise trifft Wolhnungskonzern Vonovia kaum

Hauptversammlung beim Immobilienkonzern : Corona trifft Vonovia kaum

Das Unternehmen muss wegen der Pandemie nur geringe Mietausfälle hinnehmen. Die Aktionäre des größten deutschen Wohnungskonzerns beschließen eine Dividende von 1,57 Euro je Aktie.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft von Deutschlands größtem Wohnungskonzern Vonovia bleiben gering. Bislang hat nur jeder Hunderste der 350.000 Mieter in Deutschland um eine Stundung der fälligen Miete gebeten, wie Vonovia-Chef Rolf Buch bei der virtuellen Hauptversammlung am Denstag sagte. In allen Fällen habe es individuelle Lösungen gegeben. Für 2020 erwartet Vonovia Mieteinnahmen von 2,3 Milliarden Euro.

Zu spüren bekommt Vonovia die Pandemie dort, wo nicht oder nureingeschränkt gearbeitet werden kann. Modernisierungsmaßnahmen verzögern sich bisweilen. Bis September werde es nach Modernisierungsarbeiten keine Mieterhöhungen gebe, bekräftigte Buch, der die gesellschaftliche Verantwortung des Konzerns betonte.

Buch kündigte nach dem erfolgreichen Jahr 2019 für das laufende Jahr eine weitere Ergebnissteigerung an. Zumindest ist das das Ziel des Konzerns, dessen Aktionäre bei der Hauptversammlung eine Dividende von 1,57 Euro je Aktie beschlossen. An diesen Ausschüttungsplänen hatte es im Vorfeld Kritik gegeben, doch dagegen wehrte sich Buch. „Der Dividendenvorschlag basiert auf dem guten Geschäftsjahr 2019. Das ist die eine Seite. Die andere ist: Wir nehmen in der Corona-Krise keine Staatshilfen in Anspruch. Unsere Mitarbeiter müssen nicht in Kurzarbeit“, argumentierte der Konzernchef. Die Börse honorierte die Ausschüttungspolitik des im Dax notierten Unternehmens mit einem Kursplus von knapp 1,3 Prozent.

Die Vonovia-Gruppe ist mit mehr als 400.000 Wohnungen (das Portfolio ist nach Konzernangaben gegenwärtig etwa 53 Milliarden Euro wert) der größte Wohnungskonzern in Deutschland.