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Düsseldorf: BVB-Trainer Klopp lässt Ergo-Vertrag ruhen

Düsseldorf : BVB-Trainer Klopp lässt Ergo-Vertrag ruhen

Jürgen Klopp, Trainer des deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund, gilt als Sympathieträger. So einer wird ungern mit ausschweifenden Parties wie jener von Mitarbeitern des Versicherungskonzerns Ergo in Budapest in Verbindung gebracht. Der Skandal um den Aufenthalt in der Gellert-Therme 2007 hat Dortmunds Meistercoach jetzt bewogen, seinen Vertrag mit Ergo ruhen zu lassen. "Was man von dieser Reise liest, kann man nur aufs Schärfste verurteilen", sagte Berater Marc Kosicke dem "Handelsblatt".

Man verlange eine lückenlose Aufklärung. Solange nicht klar sei, "ob heute noch Teilnehmer der Reise für die Hamburg-Mannheimer aktiv sind, wird Herr Klopp keine Vorträge mehr für das Unternehmen halten". Klopp hält Motivationsseminare zum Thema Führung.

Der Konzern prüft derzeit, ob es Anhaltspunkte für Straftatbestände gibt. Dies könne sich noch eine Zeit lang hinziehen, sagte ein Sprecher. Ex-Vertriebschef Kai Lange, der für die Party mit verantwortlich gewesen seien soll, sieht laut "Handelsblatt" allen Untersuchungen gelassen entgegen: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen." Er selbst habe den Abend im Bereich der Diskothek verbracht und wisse nicht, was seine Vertreter auf dem Gelände der Therme gemacht hätten. Lange ist Mitgründer des Finanzdienstleisters AWD und führte diesen ab 1988 gemeinsam mit seinem Schwager Carsten Maschmayer. Seit 2008 arbeitet er für den AWD-Konkurrenten Formaxx.

(RP)