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Leverkusen: Börsenneuling Covestro profitiert von Ölpreis-Fall

Leverkusen : Börsenneuling Covestro profitiert von Ölpreis-Fall

Das Leverkusener Unternehmen Covestro hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Wegen der gesunkenen Preise für Rohöl und andere Rohstoffe sanken die Kosten kräftig, der Gewinn (Ebitda) des Börsenneulings erhöhte sich um 45 Prozent auf 471 Millionen Euro. Da Covestro die Preissenkungen teilweise an seine Kunden weitergeben musste, sank der Umsatz dagegen um 1,4 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro.

"Unsere ersten Ergebnisse als unabhängiges Unternehmen zeigen, dass wir mit unserem Geschäft weiterhin auf Kurs sind", sagte Covestro-Chef Patrick Thomas. Covestro fertigt mit knapp 16.000 Mitarbeitern Vorprodukte für die Auto-, Möbel- und Bauindustrie. Die Kunststoffe des Unternehmens finden sich im Schaumstoff von Matratzen, Autositzen, Handyhüllen und dem Fußball-WM-Ball.

Covestro ist aus der früheren Kunststoffsparte von Bayer hervorgegangen. Am 6. Oktober war sie nach Anlaufschwierigkeiten an der Börse gestartet. Bayer hatte wegen der von der VW-Abgas-Affäre verunsicherten Finanzmärkte den Preis für die neuen Covestro-Aktien deutlich senken müssen. Damit fiel auch der Emissionserlös um eine Milliarde Euro geringer aus als geplant und lag bei 1,5 Milliarden. Immerhin läuft es seit der Erstnotiz ganz gut. Gestern lag die Covestro-Aktie bei gut 27 Euro und damit knapp 13 Prozent über dem Ausgabepreis von 24 Euro.

Das Unternehmen, an dem Bayer nach dem Börsengang gegenwärtig 69 Prozent hält, will am 12. November Genaueres zu Geschäftsverlauf und Prognose sagen. Für 2015 hatte Covestro im Börsenprospekt bereits eine Dividende von 100 bis 150 Millionen Euro angekündigt.

(RP)