Börse blickt auf Deutsche Bank

Börse blickt auf Deutsche Bank

DÜSSELDORF (sie) Elf Monate verbleiben Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann noch, sein Ziel zu erreichen, einen Jahresgewinn vor Steuern von zehn Milliarden Euro zu erwirtschaften. Mit diesem Erfolg könnte der Schweizer nach der Hauptversammlung im Frühling 2012 triumphal seinen Abschied nehmen.

Von solchen Dimensionen scheint der Branchenriese, der am kommenden Donnerstag die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorlegt, noch weit entfernt. Analystenschätzungen zufolge soll er mit knapp über fünf Milliarden Euro weniger als 2009 verdient haben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aus der Neubewertung der übernommenen Postbank eine Belastung von 2,3 Milliarden Euro resultiert. Für das gerade begonnene Jahr hat sich die Deutsche Bank vorgenommen, allein in der Sparte Handels- und Investment-Banking ein Ergebnis von 6,3 Milliarden Euro zu erzielen. Ebenfalls am Donnerstag erläutert die Münchener Rückversicherung die vorläufigen Resultate für 2010. Dank der glimpflich verlaufenen Hurrikan-Saison blieben größere Belastungen zwar aus. Doch die verheerenden Überschwemmungen in Australien könnten in diesem Jahr sehr negativ zu Buche schlagen. Dass der Rückversicherer trotzdem die Dividende von 5,75 auf 6 Euro erhöhen dürfte, wird besonders Großaktionär und Investoren-Legende Warren Buffett freuen, der inzwischen mehr als zehn Prozent vom Grundkapital hält.

(RP)
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