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Fertigung der 3er-Reihe geht weiter: BMW produziert ab Montag wieder

Fertigung der 3er-Reihe geht weiter : BMW produziert ab Montag wieder

München (rpo). Bei BMW rollt die Produktion bald wieder an. Ab Montag soll die wegen des Streiks bei einem Zulieferer unterbrochene Fertigung der 3er-Reihe in den Werken München und Regensburg wieder aufgenommen werden.

Das teilte der Konzern am Dienstagabend in München mit. Zuvor war beim Zulieferer ZF Brandenburg der Streik mit Wirkung von diesem Donnerstag ausgesetzt worden.

Von der Unterbrechung der 3er-Produktion seit Montag sind bei BMW 10 000 Beschäftigte betroffen. Außerdem waren weitere Zulieferer, denen BMW vorerst keine Komponenten für den 3er abnimmt, in Schwierigkeiten geraten.

Parallel will der BMW-Gesamtbetriebsrat will in Verhandlung mit der Unternehmensleitung die Auswirkungen des Produktionsausfalls für Beschäftigte, Kunden und Konzern möglichst gering halten. "Wir werden beim Flexibilitäts-Klavier mal wieder richtig in die Tasten greifen", sagte der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende Manfred Schoch am Dienstag der dpa in München. Mit flexiblen Lösungen wollten die Beschäftigten dafür sorgen, dass es am Ende keine Ausfälle bei der Produktion gebe und BMW keinen Kunden verliere. Auch auf der finanziellen Seite werde man sich einigen.

Schoch zeigte sich zuversichtlich, dass BMW sein Engagement in Ostdeutschland trotz der Metaller-Streiks in vollem Umfang durchziehen wird. "Niemand wird wegen einer Tarifrunde eine solche langfristige Entscheidung in Frage stellen." Bei einer vernünftigen Einigung im Tarifkonflikt gehe er davon aus, dass in den neuen Bundesländern durch den Konflikt kein dauerhafter Flurschaden entstanden sei. BMW stehe zu seinem Engagement in Leipzig. "Ich bin heilfroh, dass es ein deutscher Standort geworden ist."

BMW hatte für die betroffenen gut 10 000 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt. Offen ist noch, ob den Beschäftigten das Gehalt ersetzt wird, das nicht vom Arbeitsamt übernommen wird. Schoch sagte aber, man werde "in bester BMW-Manier" mit Konzern-Chef Helmut Panke sprechen und eine gemeinsame Lösung finden.