Toronto: Blackberry strauchelt – Verkauf nicht ausgeschlossen

Toronto : Blackberry strauchelt – Verkauf nicht ausgeschlossen

Der Druck von Apple und Samsung wird zu groß: Der strauchelnde Smartphone-Pionier Blackberry spielt angesichts wegbrechender Marktanteile Alternativen durch. Auch ein Verkauf wird nicht ausgeschlossen. Ein Sonderkomitee werde prüfen, wie das Unternehmen erfolgreich sein könne, teilte der vom Deutschen Thorsten Heins geführte Konzern mit.

Blackberry war einst neben Nokia Handy-Platzhirsch und bei der Abfrage von E -Mails via Handys sogar führend. Der Siegeszug von Apples iPhone und dem Betriebssystem Android von Google, das auf Samsungs Galaxy-Geräten läuft, hat die Kanadier aber dramatisch zurückgeworfen. Der Börsenwert ist binnen fünf Jahren von 84 Milliarden auf fünf Milliarden Dollar eingebrochen. Mittlerweile erwägt der Konzern den Rückzug von der Börse, um das Unternehmen in Ruhe zu sanieren. Anleger reagierten positiv auf die Gedankenspiele. Der Aktienkurs stieg gestern zu Handelsbeginn um 4,5 Prozent.

Bei Blackberry hatten zuletzt auch Verzögerungen bei der Einführung des wichtigen Modells "Blackberry 10", Probleme im Management, andauernde Quartalsverluste und ein Stellenabbau für schlechte Stimmung gesorgt. Zum Jahreswechsel 2012/13 hatte das Unternehmen zwar dank Kostensenkungen überraschend schwarze Zahlen geschrieben, doch erwies sich das als Strohfeuer. Im abgelaufenen Quartal stand erneut ein Verlust.

(rtr)