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Waterloo: Blackberry-Chef geht nach geplatztem Verkauf

Waterloo : Blackberry-Chef geht nach geplatztem Verkauf

Der schwer angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry hat seinen geplanten Verkauf abgesagt, Konzernchef Thorsten Heins geht. Geldgeber um die kanadische Finanzfirma Fairfax Financial wollen eine Milliarde Dollar in das Unternehmen stecken, es aber nicht wie geplant übernehmen. Der aus Deutschland stammende Heins geht, sobald das Geld eingegangen ist. Neuer Mann an der Spitze wird Technologie-Manager John Chen. Auch er arbeitete einst bei Siemens, von wo Blackberry Heins abgeworben hatte.

Blackberry hatte sich nach hohen Verlusten selbst zum Verkauf gestellt. Fairfax Financial bekam den grundsätzlichen Zuschlag für 4,7 Milliarden Dollar. Doch übers Wochenende mehrten sich die Anzeichen, dass die Finanzfirma das Geld für eine komplette Übernahme nicht zusammenbekommt. Die Aktie fiel gestern vorbörslich um 19 Prozent.

Heins hatte im Januar 2012 die Führung von Blackberry übernommen. Ihm gelang es nicht, den Sinkflug des Konzerns zu stoppen. Für Heins eine doppelte Niederlage: Wie US-Medien berichteten, hatte er ausgehandelt, umgerechnet 41 Millionen Euro zu kassieren, wenn er Blackberry an einen Investor verkauft.

(RP/dpa)