Berlin: Barmer verzeichnet Anstieg bei Cannabis-Rezepten

Berlin: Barmer verzeichnet Anstieg bei Cannabis-Rezepten

Cannabis-Therapien werden in der Medizin immer häufiger nachgefragt. Nach Angaben der Krankenkasse Barmer sind seit Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes vor rund einem Jahr 3.933 Anträge auf die Kostenübernahme Cannabis-haltiger Arzneimittel bei der zweitgrößten gesetzlichen Krankenkasse eingegangen. Davon wurden 2.435 Anträge genehmigt und 1.498 abgelehnt, wie die Barmer mitteilte.

Die meisten Anträge auf Kostenübernahme von Cannabis-Präparaten kamen demnach aus Bayern mit 826 und Nordrhein-Westfalen mit 782, gefolgt von Baden-Württemberg (322) und Berlin (318). Die zahlenmäßig geringste Nachfrage gab es in Thüringen, dem Saarland und Bremen. Dabei schwankten die Bewilligungsquoten laut Barmer je nach Bundesland zwischen 40 und gut 74 Prozent. Die regional unterschiedlichen Bewilligungsquoten könnten sich aber angleichen, wenn sich das Verfahren eingespielt habe, hieß es.

Mit dem Cannabis-Gesetz können Ärzte bei einer größeren Anzahl von Erkrankungen als zuvor Cannabis zum Beispiel in Form der Blüten als Medizin auf Kosten der Krankenkassen verordnen. Medizinisches Cannabis wird besonders schwer kranken Menschen verschrieben.

(epd)