Düsseldorf/Ratingen: Ausgründung: Bei Vodafone drohen weiter Streiks

Düsseldorf/Ratingen : Ausgründung: Bei Vodafone drohen weiter Streiks

2500 Mitarbeiter sind von Umstrukturierung betroffen.

Bei den geplanten Kostensenkungen im Servicebereich mit seinen rund 2500 Mitarbeitern kommt Deutschlands zweitgrößter Telefonkonzern Vodafone nur langsam voran. Gestern informierten Betriebsräte und Gewerkschaft IG Metall die Mitarbeiter an einer Reihe von Standorten über den aktuellen Gesprächsstand – alleine in Ratingen kamen rund 700 Beschäftigte zu der Versammlung.

Dabei zeichnet sich ab, dass Streiks weiterhin drohen – dass aber doch noch eine einvernehmliche Lösung möglich ist. Der Hauptstreitpunkt bleibt, dass Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum den Servicebereich in eine ganz neue Firma überführen will – wovon die Belegschaft wenig hält. Um das zu verhindern, scheinen Betriebsräte und Gewerkschaft Zugeständnisse in einem Haustarifvertrag nur für den Servicebereich machen zu wollen.

Gestern wurde vorrangig beleuchtet, wie auch die jetzigen Mitarbeiter des Bereichs von den schon im Frühjahr angekündigten Änderungen betroffen sein könnten: Sie würden zwar ihre Gehälter laut "Bestandsschutz" behalten, doch der Unterschied zum neuen Tarif könnte mit der Zeit "abschmelzen." Es gäbe manche Zahlungen nur noch leistungsorientiert – und viel niedrigere Einstiegsgehälter für Neulinge stehen fest. Bei der IG Metall hört man, man habe im Servicebereich die Mitgliederzahl seit Frühjahr extrem erhöht – was Streiks möglich machen würde. Vodafone selbst will sich zu den laufenden Gesprächen nicht äußern, setzt aber weiterhin auf einen Kompromiss.

(RP)
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