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Düsseldorf/Nürnberg: Arbeitslosenzahl sinkt weiter

Düsseldorf/Nürnberg : Arbeitslosenzahl sinkt weiter

BA-Chef Weise will Arbeitslose für den Mindestlohn besser fortbilden.

Die Auswirkungen der boomenden Konjunktur kommen mittlerweile auch bei den Arbeitslosen an. Die Zahl der Männer und Frauen ohne Job sank im März um 83 000 auf 3,055 Millionen, die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent (minus 0,2 Punkte). 43 000 Menschen weniger als im März 2013 waren ohne Arbeitsplatz, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern mitteilte.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise machte dafür neben der erwarteten Frühjahrsbelebung Investitionen im gesamten Anlagenbereich, wachsenden privaten Konsum und expansive Staatsausgaben verantwortlich. Die Folge: Unternehmen schaffen immer mehr Stellen. Und im Gegensatz zum Vorjahr werden die laut Weise nicht mehr vor allem mit EU-Zuwanderern oder Rückkehrern in den Beruf besetzt, sondern mit Arbeitslosen. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg demnach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 314 000 auf 41,69 Millionen.

Neue Stellen wurden vor allem bei wirtschaftlichen Dienstleistern wie Werbeagenturen, Marktforschern, Unternehmensberatern und Anwälten (insgesamt 98 000) geschaffen. in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kindertagesstätten entstanden 81 000 neue Jobs, und auch in der Industrie werden Arbeiter wieder neu eingestellt. Zuletzt waren es im Januar 49 000. Weise erklärte, die Pläne der Bundesregierung zum Mindestlohn seien unabhängig von der konkreten Ausgestaltung sowohl für Arbeitslose als auch die Bundesagentur eine Herausforderung. "Betroffene müssen besser fortgebildet werden", sagte Weise. Wir müssen Menschen dazu befähigen, dass Unternehmen ihnen den Mindestlohn zahlen."

Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt machte sich auch in Nordrhein-Westfalen bemerkbar. In NRW sank die Zahl der Arbeitslosen um gut 7000 auf rund 786 000, die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent (minus 0,1 Punkte). In NRW machte sich der Frühjahrsaufschwung allerdings weniger bemerkbar als in den Vorjahren, erklärte Christiane Schönefelder, Chefin der BA-Regionaldirektion. Der milde Winter haben eben zu weniger Entlassungen geführt. Die Bereitschaft der Unternehmen, neue Mitarbeiter einzustellen, sei aber weiter groß.

(RP)