1. Wirtschaft
  2. Arbeit

Tarifstreit: Verdi kündigt Streik bei der Awo an

Tarifstreit : Verdi bereitet „kraftvolle Warnstreiks“ bei der Awo vor

Die Gewerkschaft fordert neun Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Erste Gespräche brachten noch keine Einigung. Jetzt sollen auch sie in der kommenden Woche streiken.

Die jüngste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in NRW hat keine Einigung gebracht. Zwar hätten sich beide Tarifparteien bei ihren Gesprächen in Düsseldorf in wichtigen Fragen beweglich gezeigt, jedoch lägen die Vorstellungen über die Entgelterhöhungen noch weit auseinander, heißt es in einem internen Papier der Gewerkschaft, das unserer Redaktion vorliegt.

Die Verhandlungskommission empfahl deshalb am späten Dienstagabend „ein weiteres deutliches Signal“. Damit sich die Arbeitgeber deutlicher bewegen seien „kraftvolle Warnstreiks“ am kommenden Montag und Dienstag erforderlich. Verdi zufolge sollen am 18. Februar alle Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden, am 19. Februar würden ausgewählte Betriebe bestreikt.

Noch muss die Tarifkommission den Empfehlungen der Verhandlungsgruppe zustimmen. Dies soll jedoch im Laufe des Mittwochs erfolgen. „Die Durchführung der bisher vorsorglich angedachten Warnstreiks sollte ab sofort vorbereitet werden“, heißt es in dem Schreiben.

Verdi verlangt für die 65.000 Beschäftigten der Awo eine Lohnerhöhung von nunmehr neun Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Der Wohlfahrtsträger bietet sieben Prozent in mehreren Stufen, und ist der Gewerkschaft zumindest leicht bei der Laufzeit entgegengekommen.

Nun ist die Rede von einer Laufzeit „unter 30 Monaten“. Erste Schrittchen seien gemacht, aber ein einigungsfähiges verbessertes Angebot sehe anders aus, heißt es bei Verdi. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. März geplant.