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Ryanair-Streik am 28.9.2018: Gewerkschaften rufen zu Streiks in fünf EU-Ländern auf

Am 28. September : Gewerkschaften rufen zu Ryanair-Streiks in fünf Ländern auf

Ein Zusammenschluss europäischer Gewerkschaften hat für den 28. September zu Streiks bei der Billigfluggesellschaft Ryanair in fünf europäischen Ländern aufgerufen. Der Billigflieger erwartet jedoch kein Chaos.

Die Flugbegleiter der Fluggesellschaft Ryanair in Belgien, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden seien aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, teilte die belgische Gewerkschaft CNE/LBC am Donnerstag in Brüssel mit. Am Mittwoch hatten bereits Piloten und Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland ihre Arbeit niedergelegt.

Passagiere der Ryanair müssen sich demnach nach dem Streik der deutschen Piloten und Flugbegleiter auf weitere Arbeitskämpfe bei Europas größtem Billigflieger einrichten. Das Unternehmen widersprach am Donnerstag aber gewerkschaftlichen Ankündigungen eines „Reisechaos“ am 28. September. Die bisherigen Erfahrungen in diesem Sommer hätten gezeigt, dass die große Mehrheit des Personals auch bei Arbeitskämpfen zum Dienst erscheine. Der 28. September ist in vielen deutschen Bundesländern der letzte Schultag vor den Herbstferien.

Als Beispiel für geringe Auswirkungen zog die Airline den gemeinsamen 24-Stunden-Streik der in Deutschland stationierten Flugbegleiter und Piloten vom Mittwoch heran. Ryanair hatte 150 von 400 geplanten Flügen von und nach Deutschland abgesagt. Die übrigen Verbindungen seien bis auf zwei Ausnahmen aber wie geplant abgeflogen worden, teilte das Unternehmen mit. Mehr als 70 Prozent des deutschen Personals seien zum Dienst erschienen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte die Ankündigungen der Airline bezweifelt und wegen hoher Streikbeteiligung deutlich mehr Flugausfälle erwartet.

Am Donnerstag lief der Flugverkehr auch an den deutschen Basen wieder wie gewohnt. Wie jeden Tag beschwerte sich Ryanair via Twitter über Flugverspätungen, die aus ihrer Sicht auf Personalmangel bei den Flugsicherungen zurückzuführen sind. Aus diesem Grund seien von 436 Frühflügen 59 verspätet gewesen.

(mba/AFP/dpa)