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Arbeitslosigkeit in NRW steigt - aber weniger als saisonüblich

Zeichen stehen auf Erholung : Arbeitslosigkeit in NRW steigt - aber weniger als saisonüblich

Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen erholt sich allmählich von der Corona-Pandemie. Fast 40.000 neue Stellen seien im Juli gemeldet worden und damit sogar mehr als 2019.

Zwar stieg im Juli die Arbeitslosigkeit im bevölkerungsreichsten Bundesland saisontypisch gegenüber dem Vormonat leicht um 0,2 Prozent auf rund 726.900 Personen an. Doch sei dies der niedrige Anstieg der Arbeitslosigkeit in einem Juli seit 20 Jahren, berichtete die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf. Die Arbeitlosenquote lag wie im Juni bei 7,4 Prozent.

„Auch im Juli standen am Arbeitsmarkt in NRW die Zeichen weiter auf Erholung von den Auswirkungen der Pandemie“, sagte die Geschäftsführerin Arbeitsmarktmanagement der Regionaldirektion, Almuth Schlosser. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Arbeitslosigkeit um 8,4 Prozent oder rund 66.800 Personen gesunken.

Auch der Stellenmarkt entwickelte sich positiv. Unternehmen in NRW meldeten im Juli etwa 39.800 neue Stellen und damit mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. „Ab 40.000 neuen Stellen sprechen wir von einer guten konjunkturellen Lage. Dass die Zahl der Stellenmeldungen trotz der weiter bestehenden Unsicherheiten durch die Pandemie nahezu diese Marke erreicht, ist für den Arbeitsmarkt in NRW und für alle Menschen, die derzeit Arbeit suchen, ein positives Signal“, sagte Schlosser. Stichtag für die Datenerhebung war der 13. Juli.

Bis wieder das Ausgangsniveau vor der Corona-Krise erreicht werde, werde es aber trotz der insgesamt guten Entwicklung noch dauern, betonte die Arbeitsmarkt-Kennerin. Die Folgen der langwierigen Corona-Pandemie würden die Arbeitsagentur „noch mindestens bis weit in das kommende Jahr beschäftigten“, sage Schlosser.

Auf dem NRW-Ausbildungsmarkt standen im Juli knapp 28.000 jungen Menschen auf der Suche nach einer Ausbildung rund 37.000 freie Ausbildungsstellen gegenüber. „Wer eine Ausbildung beginnen will, hat aktuell sehr gute Aussichten, auch einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagte Schlosser.

(chal/dpa)