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Düsseldorf: AOK hält Beitrag in Rheinland und Westfalen stabil

Düsseldorf : AOK hält Beitrag in Rheinland und Westfalen stabil

Die Verwaltungsräte beschließen einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent. Morgen legt sich die Barmer fest.

Nach den Branchengrößen Techniker Kasse und DAK haben nun auch die Ortskrankenkassen in Nordrhein-Westfalen ihren Beitrag für 2015 festgelegt. Die AOK Rheinland nimmt einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent und hält so ihren Gesamtbeitrag (aus allgemeinem Beitrag und kassenindividuellen Zusatzbeitrag) stabil bei 15,5 Prozent. Das beschloss gestern der Verwaltungsrat der mit 2,9 Millionen Versicherten größten Kasse im Rheinland. "Unser Kurs lautet, den Haushalt solide wie bisher zu gestalten und dafür im Rahmen der Vorgaben wie dem Ausgabenanstieg einen Zusatzbeitrag festzulegen. Dies ist uns gelungen, ohne die Mitglieder stärker zu belasten", sagte Verwaltungsrats-Chef Wolfgang Ropertz. Auch die AOK Westfalen mit 2,8 Millionen Versicherten entschied gestern, einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent zu nehmen und so ihren Beitrag gleichfalls unverändert zu lassen.

Hintergrund ist die Finanzreform der gesetzlichen Krankenkassen, die zum 1. Januar in Kraft tritt. Danach wird der bisherige Sonderbeitrag von 0,9 Prozent abgeschafft, den Arbeitnehmer allein zahlten. Da die Kassen aber weiter das Geld brauchen, erlaubt ihnen der Staat im Gegenzug die Erhebung eines einkommensabhängigen Zusatzbeitrags, den sie je nach ihrer Finanzlage festsetzen können. Am Freitag hatte die Techniker Kasse bekannt gegeben, dass sie ihren Gesamtbeitrag leicht auf 15,4 Prozent senkt. Die DAK hält ihren Beitrag nur stabil bei 15,5 Prozent. Morgen wird die zweitgrößte deutsche Krankenkasse, die Barmer GEK, über ihren Zusatzbeitrag entscheiden. Bis zum 31. Dezember schreiben die Kassen alle Mitglieder an und informieren sie über die neuen Beiträge. Kassen, die einen Zusatzbeitrag nehmen (wohl alle) müssen die Kunden auf ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen. Wer einen höheren Zusatzbeitrag erhebt als der Durchschnitt, muss auch darauf verweisen, dass es günstigere Kassen gibt.

www.gkv-spitzenverband.de

(RP)