Mönchengladbach: Amazon plant bis zu 4000 Roboter in Gladbach

Mönchengladbach: Amazon plant bis zu 4000 Roboter in Gladbach

1000 Vollzeitstellen, 3000 bis 4000 Roboter im Einsatz und im Weihnachtsgeschäft bis zu 3500 Mitarbeiter - so plant der Online-Riese Amazon für sein neues Logistikzentrum, das bis Sommer 2019 in Mönchengladbach entstehen soll. Der Konzern hat einen Mietvertrag über 20 Jahre unterschrieben, wie Amazons Expansionschef für Europa und Regionaldirektor für Deutschland, Gregory Bryan, gestern erklärte.

Dabei setzt Amazon seine neue Roboter-Technik ein, die seit dem vergangenen Jahr bereits im Logistikzentrum in Winsen bei Hamburg läuft. Dort sammeln die Mitarbeiter nicht mehr die einzelnen Waren für die Bestellungen ein. Stattdessen fahren kleine, orangefarbene Roboter die Regale mit den bestellten Waren zum Mitarbeiter, der die Bestellung dann zusammenpackt. "Unsere Mitarbeiter laufen sonst viele Kilometer am Tag, das müssen sie in Mönchengladbach nicht mehr", sagte Bryan. Auf drei Geschossen soll zusammengerechnet eine Lagerfläche von mehr als 130.000 Quadratmetern entstehen. Zur Investitionssumme machte Amazon keine Angaben. In Winsen investierte der Konzern in den Innenausbau mit der Robotertechnik 90 Millionen Euro - das Gebäude nicht eingerechnet.

Durch die Robotertechnik würden nicht weniger Mitarbeiter benötigt als in den anderen Logistikzentren, betonte Amazon. "Es ist nicht so, dass Roboter Mitarbeiter überflüssig machen würden", sagte Bryan. In Winsen seien 1800 Mitarbeiter beschäftigt, darunter IT-Spezialisten, Techniker für die Roboter, Management und Personalwesen.

Der Bau des Mönchengladbacher Zentrums mit angrenzendem Parkhaus für 1000 Fahrzeuge soll im Herbst beginnen und im Sommer abgeschlossen sein. Parallel dazu beginnt Amazon abschnittsweise mit der Installation der Technik. Die Volllast soll spätestens im Weihnachtsgeschäft 2019 erreicht sein. Dann könnten in der Spitze inklusive Aushilfen 3500 Menschen in vier Schichten am Tag in dem Zentrum arbeiten.

(RP)