Der Stiftung-Warentest-Check Perfektes Weihnachtsgeschenk – die besten Kaffeevollautomaten im Vergleich

Düsseldorf · Wer viel Kaffee trinkt, ist mit einem Vollautomaten gut beraten. Viele gute Modelle sind teuer, doch es gibt auch preiswertere Varianten, die qualitativ mithalten können. Welche eignen sich als Weihnachtsgeschenk?

 Kaffeevollautomaten lohnen sich vor allem für Vieltrinker.

Kaffeevollautomaten lohnen sich vor allem für Vieltrinker.

Foto: dpa-tmn/Ragnar Schmuck

Manche Dinge ändern sich nie: Kaffee ist und bleibt auch 2023 das Lieblingsgetränk der Deutschen – noch vor Bier und Mineralwasser. Vier Tassen trinken sie pro Tag, das sind fast 1500 im Jahr. Kein Wunder, dass der Absatz von Röstkaffee 2022 mit rund 480.000 Tonnen auf einem Rekordhoch war, wie der Deutsche Kaffeeverband erhoben hat. Für Vieltrinker lohnt sich aber definitiv ein Vollautomat, der ganze Bohnen mahlt und schnell verschiedene Sorten zaubern kann. Was liegt da näher, als den Liebsten einen zu Weihnachten zu schenken? Hier einige Tipps.

Welche Modelle sind gut und was können sie?

Die Stiftung Warentest hat in diesem Jahr 13 Kaffeevollautomaten getestet und mit den sechs besten aus dem vergangenen Jahr verglichen. Dabei kam heraus, dass sich nicht viel geändert hat: Der Testsieger De’Longhi Eletta Explore von 2022 für 950 Euro liegt weiterhin vorn. Er bereitet laut der Tester 24 Heiß- und Kaltgetränke ohne großen Aufwand zu, ist variabel einstellbar und leicht zu reinigen. Doch auch die anderen getesteten Modelle überzeugten größtenteils: 15 von 19 erhielten eine positive Gesamtbewertung. Platz zwei machte der Vollautomat De’Longhi Magnifica Evo, der mit 480 Euro deutlich günstiger ist als das Testsieger-Modell. Allerdings empfanden die Prüfer die Reinigung der Abtropfschale als deutlich aufwendiger. Auf dem dritten Rang landete ein drittes Modell von De’Longhi – Primadonna Soul für 1180 Euro. Hier sind mit 22 Getränken etwas weniger zur Auswahl.

Auf was haben die Tester geachtet?

Das Expertenteam von Stiftung Warentest hat gemeinsam mit einer hauseigenen Kaffee-Sommelière alle 13 Maschinen begutachtet und sie in vier Kategorien mit folgender Gewichtung bewertet: Getränkezubereitung (40 Prozent), Handhabung (30 Prozent), Umwelteigenschaften (20 Prozent), Schadstoffe (fünf Prozent) und Sicherheit (fünf Prozent). Insgesamt bereiteten sie jeweils 300 Tassen Kaffee pro Maschine zu. „Wenn man diesen Vorgang immer wieder wiederholt, fällt auf, ob der Vollautomat lange braucht, dauerhaft gute Getränke zubereitet und leicht zu reinigen ist“, sagt Testleiter Peter Schick. Man habe sich zum Beispiel angeschaut, wie lange es dauert, bis die erste Tasse fertig ist, wie stabil sich der Milchschaum gestaltet und ob man noch Feststoffbestandteile der Kaffeebohnen im Getränk findet. Außerdem prüften die Tester die Gebrauchsanleitung und wie einfach man die Einstellungen verändern kann. Wichtig war ihnen auch, dass der Stromverbrauch nicht zu hoch, der Automat nicht zu laut – und im Notfall gut reparierbar ist.

Wie teuer sind Kaffeevollautomaten?

Die Preisspanne ist groß: Das günstigste getestete Modell, die Tchibo Esperto Pro, bekommt man für 300 Euro, der teuerste Vollautomat Jura Z10 kostet 2200 Euro – also mehr als sieben Mal so viel. Teuer heißt aber nicht unbedingt empfehlenswert: Als Preistipp nennt Stiftung Warentest das Modell auf Platz fünf, das knapp hinter dem Vollautomat Jura ENA 8 (EC) für 980 Euro gelandet ist. Es heißt De’Longhi Start, kostet 360 Euro und sein Mahlgrad ist sehr gut variierbar. Einziger großer Nachteil: Der Automat schäumt die Milch nicht automatisch.

Welche Schwächen haben die Geräte?

Kaffeevollautomaten müssen regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. Das dauert bei manchen Geräten wie der Nivona Cafe Romantica (850 Euro) nur zwölf Minuten, De’Longhi Eletta Explore (Testsieger) und Primadonna Soul (Platz drei) brauchen fast eine Stunde. Wer allergisch gegen Nickel ist, sollte bei zwei Geräten von Krups aufpassen: Sie heißen Evidence One (560 Euro) und Evidence Plus (660 Euro). „Bei ihnen haben wir nach dem Entkalken Nickel-Werte oberhalb der Trinkwasserverordnung gefunden“, sagt Schick. Immerhin liegen sie noch unter dem Richtwert des Europarats, doch der Testleiter rät eher vom Kauf ab. Nickel gilt als krebserregend und kann zu Hautreaktionen bei Allergikern führen.

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