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Düsseldorfer Mode-Unternehmer: Albert Eickhoff spricht über Steuer-Razzia

Düsseldorfer Mode-Unternehmer : Albert Eickhoff spricht über Steuer-Razzia

Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt gegen Hunderte deutsche Kunden der Schweizer Großbank UBS wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Zu ihnen gehört auch der Düsseldorfer Mode-Unternehmer Albert Eickhoff. In einem Interview äußerte sich Eickhoff selbst zu den Vorwürfen.

In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung beschreibt der 75-Jährige, wie er die Durchsuchung erlebt hat. Er habe gerade beim Frühstück gesessen, als es an der Tür geklingelt habe. Die Fahnder hätten ihn direkt auf eine Stiftung angesprochen. Man habe ihn "ausgesprochen freundlich" behandelt. Eickhoff habe die Existenz der Stiftung sofort eingeräumt.

Bereits im Mai 2012 habe er seine Bank gebeten, das entsprechende Konto zu "legalisieren", sagte Eickhoff der "Bild". Und weiter: "Ich habe meinem Bankberater gesagt, er möge meiner Steuerberaterin mitteilen, wie hoch die Zinserträge waren, die in den vergangenen Jahren nicht versteuert wurden. Diese Beträge sind in meiner Steuererklärung für 2012 angegeben, die Ende des Jahres an das Finanzamt geht."

Die Stiftung habe er bereits vor 35 Jahren angelegt. Es habe damals "zum guten Ton" gehört, Geld ins Ausland zu schaffen, da man damals nicht habe wissen können, ob das Geld in Zukunft in Deutschland sicher sei. Er habe regelmäßig kleine Beträge eingezahlt. Das Geld sei zuvor ordentlich in Deutschland versteuert worden.

Dass er im Mai keine Selbstanzeige gestellt habe, sieht Eickhoff als seinen einzigen Fehler. Er habe nie ein rechtes Unrechtsbewusstsein entwickelt, weil es sich um einen "kleinen Betrag" gehandelt habe. Auf Rückfrage bestätigte Eickhoff, dass es sich aktuell um eine Gesamtsumme von einer Million Euro handele.

(csi)