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Düsseldorf: Air Berlin rutscht tiefer in die roten Zahlen

Düsseldorf : Air Berlin rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die Unruhen in Nordafrika und der Ölpreisanstieg belasten Air Berlin. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft schrieb im ersten Quartal einen Verlust von 121 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Minus 94 Millionen Euro betragen, einschließlich der seit Juli konsolidierten Fluggesellschaft Niki wären es damals pro forma 102 Millionen Euro gewesen. Operativ belief sich der aktuelle Verlust vor Steuern und Zinsen sogar auf 188 Millionen Euro nach 99 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Der Umsatz legte im ersten Quartal dagegen um fast neun Prozent auf 752 Millionen Euro zu. Zum Geschäftsausblick äußerte sich das Unternehmen nicht. Vorstandschef Joachim Hunold hatte Ende März für das Gesamtjahr ein positives Ergebnis in Aussicht gestellt.

Air Berlin ist von den politischen Unruhen in der arabischen Welt doppelt betroffen. Das Unternehmen ist einer der größten deutschen Ferienflieger und damit stark in den traditionellen Touristenregionen in Ägypten und Tunesien vertreten, die von Urlaubern zuletzt gemieden wurden. Zudem trieben die Umwälzungen in den ölreichen Regionen die Treibstoffpreise in die Höhe, was allen Fluggesellschaften zu schaffen macht. Der hohe Ölpreis ließ die Betriebskosten von Air Berlin um fast 19 Prozent anschwellen.

Das Geschäft von Air Berlin wurde im abgelaufenen Quartal auch dadurch belastet, dass die Osterferien in diesem Jahr nicht im März begannen, sondern komplett in den April fielen. Den vollständigen Quartalsbericht will Air Berlin am 18. Mai veröffentlichen.

(RP)