Globalisierungsfonds 4,3 Million Euro für Arbeitslose in NRW

Straßburg (RPO). 4,3 Millionen Euro will die EU für Weiterbildungsmaßnahmen für ehemalige Mitarbeiter der Automobilindustrie in NRW bereitsstellen. Die Arbeitssuchenden hatten ihre Arbeitsplätze auf Grund der Finanz- und Wirtschaftskrise verloren.

Für 778 entlassene Mitarbeiter von Zulieferunternehmen der Automobilindustrie in Nordrhein-Westfalen stellt die Europäische Union Hilfen bereit. Das Europaparlament bewilligte am Mittwoch die Zahlung von rund 4,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds.

Das Geld seien für Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie andere Hilfen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz gedacht, erläuterte die SPD-Europaabgeordnete Jutta Haug.

Die 69 Frauen und 709 Männer hatten in fünf Zulieferfirmen gearbeitet. Sie verloren ihre Arbeitsplätze aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die zu einem Rückgang der Nachfrage nach neuen Kraftfahrzeugen führte.

Auf die Einrichtung des Globalisierungsfonds hatten sich das Europaparlament, der Rat und die EU-Kommission im Jahre 2006 geeinigt. Seit 2007 werden für diesen Fonds jährlich bis zu 500 Millionen Euro bereitgestellt.

Nach Angaben Haugs profitierten zwischen 2007 und 2010 EU-weit mehr als 68.500 Arbeitskräfte von diesen Hilfen. In Deutschland erhielten in diesem Zeitraum fast 7600 entlassene Beschäftigte Beratung und Wiedereingliederungshilfen aus dem Fonds.

(AFP)
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