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2020 wurden fast 20 Prozent mehr Erbschaft- und Schenkungsteuergelder festgesetzt

Statistik für 2020 : Festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer um fast 20 Prozent gestiegen

Außerdem wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 84,4 Milliarden Euro durch Erbschaften und Schenkungen übertragen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

m Jahr 2020 hat sich die von deutschen Finanzverwaltungen festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 Prozent auf achteinhalb Milliarden Euro erhöht. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, entfielen dabei 6,8 Milliarden Euro auf die Erbschaftsteuer und 1,8 Milliarden Euro auf die Schenkungsteuer.

Dem zugrunde lagen im vergangenen Jahr Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 84,4 Milliarden Euro. Das steuerlich berücksichtigte geerbte und geschenkte Vermögen stieg laut Statistikamt damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent, wobei vor allem die Erbschaften stiegen - um 13,8 Prozent auf 50,2 Milliarden Euro. Schenkungen gingen hingegen um vier Prozent auf 34,2 Milliarden Euro leicht zurück.

Die im Vorjahresvergleich höheren Erbschaft- und Schenkungsteuerfestsetzungen beruhen den Angaben zufolge zum einen auf einem Anstieg des veranlagten Grundvermögens - unbebaute und bebaute Grundstücke - um 22,5 Prozent auf 32,6 Milliarden Euro. Zum anderen wurden Anteile an Kapitalgesellschaften in Höhe von 5,2 Milliarden Euro - ein Plus von 12,4 Prozent - sowie land- und forstwirtschaftliches Vermögen von eineinhalb Milliarden Euro - ein Plus von 35,8 Prozent - festgesetzt.

Die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik kann laut Statistischem Bundesamt jedoch keine Informationen über alle Vermögensübergänge liefern, weil die meisten Erbschaften, Vermächtnisse und Schenkungen innerhalb der Freibeträge liegen. Für diese werde in der Regel keine Steuer festgesetzt, so dass sie in der Statistik nicht enthalten seien.

(lils/AFP)