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Tino Chrupalla: Aktuelle News zum AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2021

Tino Chrupalla: Aktuelle News zum AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2021 (Foto: obs/AfD - Alternative für Deutschla)

Tino Chrupalla

Tino Chrupalla ist ein AfD-Politiker, der gemeinsam mit Alice Weidel als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2021 antritt. Er wurde am 14. April 1975 geboren. 2017 wurde Chrupalla als Direktkandidat des Wahlkreises Görlitz in den Deutschen Bundestag gewählt. Neben Jörg Meuthen wurde er am 30. November 2019 einer der beiden AfD-Bundessprecher.

Was aber gibt es über den Politiker an Fakten, was sind seine Ambitionen? Hier gibt es Antworten auf einige Fragen über ihn.

Wer ist Tino Chrupalla?

 Tino Chrupalla ist seit dem 30. November 2019 gemeinsam mit Jörg Meuthen Bundessprecher der Partei AfD (Alternative für Deutschland), was der Funktion des Parteivorsitzenden entspricht. 

Der im Jahr 2017 für den sächsischen Wahlkreis Görlitz direkt gewählte Bundestagsabgeordnete kandidiert im Jahr 2021 gemeinsam mit der AfD-Politikerin Alice Wedel als Spitzenkandidat seiner Partei erneut für den Bundestag. 

Sowohl innerhalb der Partei als auch öffentlich unter anderem mit Äußerungen in Interviews und Reden sowie mit umstrittenen Auslands-Besuchen eckt Chrupalla an und sorgt für Aufsehen. Viele seiner Haltungen und Äußerungen stießen immer wieder auf heftige Kritik - bei Politikern anderer Parteien, Personen des öffentlichen Lebens aber auch innerhalb der AfD.

Ist Tino Chrupalla verheiratet? Hat er Kinder?  

Ja, Tino Chrupalla lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Gablenz, bei Görlitz im Freistaat Sachsen. 

Für welche Skandale hat Tino Chrupalla gesorgt? 

 Jüngst gab sich der Afd-Bundesvorsitzende eine Blöße, als er im September 2021 kurz vor der Bundestagswahl in der ZDF-Kindernachrichten-Sendung logo gegenüber einem Kinderreporter äußerte, er wünsche sich an den Schulen mehr deutsche Gedichte. Nach seinem Lieblingsgedicht befragt, konnte er dann jedoch keines nennen. Wenige Tage später präsentierte er dann in der ZDF-SendungMaischberger Heinrich Heines "Nachtgedanken" als Lieblingsgedicht, konnte aber über die aus dem Zusammenhang gerissenen Zeilen "Denk ich an Deutschland in der Nacht, Dann bin ich um den Schlaf gebracht" nichts zum Inhalt nennen. (Der in Düsseldorf geborene jüdisch-stämmige Heine hatte das Gedicht 1844 aus seinem Exil in Paris verfasst - um den Schlaf brachte ihn dabei eher der Gedanke an seine Mutter, denn an das Land, das ihn damals ins Exil getrieben hatte. Die Zeile wird gerade von National-Konservativen oft falsch verstanden.) 

Skandalträchtiger als die Gedicht-Anekdote waren allerdings eher ein YouTube-Interview mit dem Rechtsextremisten und Holocaust-Leugner Nikolai Nerling oder die Äußerung in einem Zeitungsinterview, sich dafür einsetzen zu wollen, dass „Zeitungsredaktionen in die Schranken“ gewiesen würden - wofür das Grundgesetz geändert werden solle. 2019 forderte Chrupalla, dass die AfD schwarze Listen von Journalisten führen solle. 

Den Begriff „Umvolkung“ hat der heutige AfD-Bundesvorsitzende in der Vergangenheit verwendet - davon existiert Video-Material, allerdings bestreitet Chrupalla das heute. Beim 75. Jahrestag des Luftangriffes auf Dresden im Jahr 2020 bestritt er die von Historikern mit 25.000 angegebene Opferzahl und bezifferte stattdessen rund 100.000 Opfer. 

Im Jahr 2020 distanzierte sich Chrupalla in einem ZDF-Interview auch nicht vom wegen rechtsextremer Kontakte aus der AfD ausgeschlossenen Andreas Kalbitz. 

Im Zuge der Corona-Pandemie vertrat Chrupalla öfter Positionen, dass etwa die Maskenpflicht überzogen sei und der Lockdown unverhältnismäßig. Skepsis äußerte er auch bezüglich der Wirksamkeit der Covid-19-Impfungen

Für Kritik auch innerhalb seiner Partei sorgte etwa sein Besuch in Russland anlässlich des 80. Jahrestags des Angriffs der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. 

Ferner äußerte er im September 2021, dass die Taliban als afghanische Regierung anerkannt werden sollten, damit aus Afghanistan stammenden Flüchtlinge wieder dorthin abgeschoben werden könnten. 

Aktuelle News und weitere Infos zu Tino Chrupalla finden Sie hier