Ralf Wohlleben

Urteile gegen Beate Zschäpe und zwei NSU-Helfer sind rechtskräftig

Entscheidung des BundesgerichtshofesUrteile gegen Beate Zschäpe und zwei NSU-Helfer sind rechtskräftig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revisionen der Rechtsterroristin Beate Zschäpe und der beiden NSU-Helfer Ralf Wohlleben und Holger G. verworfen. Die Verurteilung der drei durch das Oberlandesgericht München aus Jahr 2018 ist damit rechtskräftig.

Haftbefehl gegen Ralf Wohlleben aufgehoben

Nach Urteil im NSU-ProzessHaftbefehl gegen Ralf Wohlleben aufgehoben

Im NSU-Prozess wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt - nun hat das Oberlandesgericht München den Haftbefehl gegen den NSU-Helfer Ralf Wohlleben aufgehoben. Der Grund: Es bestehe keine Fluchtgefahr.

Korschenbroicher Jurist fordert lückenlose Aufklärung

NSU-Prozess um Beate ZschäpeKorschenbroicher Jurist fordert lückenlose Aufklärung

Der Korschenbroicher Rechtsanwalt Aziz Sariyar vertritt im NSU-Prozess sechs Angehörige eines Opfers. Nach der Verkündung des Urteils fängt die Arbeit für den Nebenkläger erst richtig an.

Angehörige der NSU-Opfer hoffen nun auf Klage gegen den Staat

Nach Urteil gegen Beate ZschäpeAngehörige der NSU-Opfer hoffen nun auf Klage gegen den Staat

Für viele Angehörige der NSU-Opfer waren die Urteile im NSU-Prozess enttäuschend. Nun hoffen sie, dass auch der Staat juristisch zur Verantwortung gezogen wird.

Kein Schlussstrich

Urteil im NSU-ProzessKein Schlussstrich

Rechtsradikale jubeln und ein Angehöriger schreit vor Verzweiflung – das Urteil im NSU-Prozess spaltet. Über das Ende eines Verfahrens, das mit Gewohnheiten bricht.

Beate Zschäpe wehrt sich gegen die Höchststrafe

Hauptangeklagte im NSU-ProzessBeate Zschäpe wehrt sich gegen die Höchststrafe

Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess muss lebenslang in Haft. Sie will dagegen in Revision gehen. Die Unterstützer kommen milder davon. Für die Politik ist der Fall nicht erledigt.

Trio des Todes

Kommentar zum Urteil im NSU-ProzessTrio des Todes

Beate Zschäpe muss lebenslang ins Gefängnis – das ist eine gute Nachricht. Sie hat die Bundesrepublik Deutschland verhöhnt. Zehn Menschenleben fielen dem blanken Ausländerhass des NSU zum Opfer.

Die rechte Gefahr ist nicht gebannt

Vor dem Urteil im NSU-ProzessDie rechte Gefahr ist nicht gebannt

Die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten ist in Deutschland erneut gestiegen. Daran hat der NSU-Prozess nichts geändert. Heute soll das Urteil fallen.

Verteidiger fordern Freispruch für Wohlleben

NSU-ProzessVerteidiger fordern Freispruch für Wohlleben

Ralf Wohllebens Verteidiger halten im NSU-Prozess nicht einfach nur ein Plädoyer. Es ist auch ein Frontalangriff auf das Gericht. Die Anwälte warnen den Senat sogar vor dem „Richterstuhl des Ewigen“.

Verteidigung hält Beate Zschäpe nicht für Mittäterin

Plädoyer im NSU-ProzessVerteidigung hält Beate Zschäpe nicht für Mittäterin

Im NSU-Prozess haben die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe den Vorwurf zurückgewiesen, die heute 43-Jährige sei Mittäterin an den Morden und Anschlägen des NSU gewesen. Scharfe Attacken gab es gegen die Bundesanwaltschaft.

Zschäpe-Verteidiger beginnt im NSU-Prozess mit Plädoyer

Letzte Etappe im MammutverfahrenZschäpe-Verteidiger beginnt im NSU-Prozess mit Plädoyer

Fast fünf Jahre nach Beginn des NSU-Prozesses und ungeachtet aller neuen juristischen Verwicklungen haben vor dem Münchner Oberlandesgericht die Plädoyers der Verteidigung begonnen.

Ankläger und Verteidiger wollen Teil des NSU-Prozesses abtrennen

Nach neuen VerzögerungenAnkläger und Verteidiger wollen Teil des NSU-Prozesses abtrennen

Monatelang hat sich der NSU-Prozess verzögert. Nun steht er möglicherweise vor einem Scheidepunkt: Sowohl die Bundesanwaltschaft als auch ein Anwalt des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben haben beantragt, das Verfahren gegen den Mitangeklagten André E. abzutrennen.

Wieder verzögert ein Befangenheitsantrag die Plädoyers

NSU-ProzessWieder verzögert ein Befangenheitsantrag die Plädoyers

Wieder werden im NSU-Prozess die Plädoyers der Zschäpe-Verteidiger verschoben. Schuld ist ein weiterer Befangenheitsantrag von Ralf Wohlleben.

Plädoyers der Zschäpe-Verteidiger verzögern sich

NSU-ProzessPlädoyers der Zschäpe-Verteidiger verzögern sich

Das Oberlandesgericht München hat den Verteidigern des mutmaßlichen NSU-Waffenlieferanten Ralf Wohlleben vorgeworfen, den NSU-Prozess bewusst zu verzögern. Die Plädoyers der Zschäpe-Verteidiger indes verzögern sich.

Mutmaßlicher Waffenlieferant lehnt Richter weiterhin ab

NSU-ProzessMutmaßlicher Waffenlieferant lehnt Richter weiterhin ab

Nach Meinung von Ralf Wohlleben hat sich der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München schon auf ein Urteil gegen ihn festgelegt. Deshalb hält der mutmaßliche Beschaffer der wichtigsten Mordwaffe im NSU-Prozess die Richter weiterhin für befangen.

Massive Vorwürfe im NSU-Prozess gegen die Polizei

Plädoyers gehen weiterMassive Vorwürfe im NSU-Prozess gegen die Polizei

Im NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mitangeklagte mutmaßliche Terrorhelfer stehen die Plädoyers der Nebenkläger kurz vor dem Abschluss. Die Anwältin der Familie eines Mordopfers attackiert die Ermittler massiv. Derweil droht der Prozess erneut zu stocken.

NSU-Prozess stockt weiter

Neue BefangenheitsanträgeNSU-Prozess stockt weiter

Erbitterter juristischer Streit über mehrere Befangenheitsanträge hält den NSU-Prozess weiter auf: Nach drei Wochen Verhandlungspause stellten die Verteidiger der Mitangeklagten Ralf Wohlleben und André E. am Mittwoch weitere derartige Anträge.

Bundesanwaltschaft fordert lebenslänglich für Zschäpe

MünchenBundesanwaltschaft fordert lebenslänglich für Zschäpe

Nach mehr als vier Jahren NSU-Prozess fordert die Bundesanwaltschaft die Höchststrafe für die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe: lebenslange Haft, die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sowie anschließende Sicherungsverwahrung. Das erklärte Bundesanwalt Herbert Diemer zum Abschluss des Anklage-Plädoyers vor dem Münchner Oberlandesgericht. Ein Urteil wird aber erst in einigen Monaten erwartet.

Anklägerin hält Sicherungsverwahrung für Zschäpe für möglich

NSU-Prozess in MünchenAnklägerin hält Sicherungsverwahrung für Zschäpe für möglich

Im NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft ihren Vorwurf bekräftigt, dass die Hauptangeklagte Beate Zschäpe Mittäterin an allen Verbrechen der Terrorvereinigung war. Auch die Voraussetzungen für eine Sicherungsverwahrung lägen vor.

NSU-Helfer soll "Chef-Unterstützer" gewesen sein

MünchenNSU-Helfer soll "Chef-Unterstützer" gewesen sein

Kurz vor der wohl letzten Sommerpause im NSU-Prozess hat die Bundesanwaltschaft die Anklagevorwürfe gegen den mutmaßlichen Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben untermauert. Wohlleben sei der "Chef-Unterstützer" der mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten gestern am Münchner Oberlandesgericht. Wohlleben und der Angeklagte Carsten S. müssen sich wegen Beihilfe zum Mord verantworten. Sie haben nach Überzeugung der Anklage die Waffe vom Typ "Ceska" beschafft, mit der der "Nationalsozialistische Untergrund" neun Menschen ausländischer Herkunft ermordet haben soll. Gestern war der fünfte Tag des Plädoyers und der letzte Sitzungstag vor der Sommerpause. Fortgesetzt wird der Schlussvortrag der Anklage am 31. August.

Anklage bezeichnet Ralf Wohlleben als "Chef-Unterstützer"

Plädoyer im NSU-ProzessAnklage bezeichnet Ralf Wohlleben als "Chef-Unterstützer"

Die Bundesanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer zum NSU-Prozess die Anklagevorwürfe gegen den mutmaßlichen Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben massiv untermauert. Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten bezeichnete Wohlleben als "Chef-Unterstützer" der Terrorgruppe.

Wohlleben und Carsten S. Beihilfe zum Mord vorgeworfen

Plädoyer im NSU-ProzessWohlleben und Carsten S. Beihilfe zum Mord vorgeworfen

Die Bundesanwaltschaft hält die Anklage im NSU-Prozess gegen die mutmaßlichen NSU-Helfer Ralf Wohlleben und Carsten S. für "im vollen Umfang" bestätigt.

Weder Tonband noch frische Luft für NSU-Angeklagte

MünchenWeder Tonband noch frische Luft für NSU-Angeklagte

375 Verhandlungstage hat es gebraucht und eine ganze Menge Optimismus, nun war es tatsächlich so weit: Die Bundesanwaltschaft hat nach vier Jahren NSU-Prozess mit ihrem Plädoyer begonnen. Das ging auf den letzten Metern so schnell, dass Bundesanwalt Herbert Diemer selbst davon überrascht war. Als der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht München, Manfred Götzl, ihn bat, seine Vorwürfe gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren Angeklagten des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) letztmals zu begründen, sagte Diemer: "Ich würde gern meine Notizen holen, die habe ich noch oben."

Schlachthaus

StichwortSchlachthaus

Kaum hatte des Plädoyer des Generalbundesanwalts im NSU-Prozess gestern begonnen, geriet es ins Stocken. Der Mitangeklagte Ralf Wohlleben hatte sich beschwert, er komme beim Mitschreiben nicht hinterher, zudem herrsche in der Zelle im Gerichtssaal "Schlachthausatmosphäre". Unklar ist, mit welcher Expertise Wohlleben diesen Vergleich zog - als Fachinformatiker dürfte er bislang zumindest aus beruflicher Perspektive kaum Schlachthäuser von innen gesehen haben. Vielleicht war der Vergleich aber auch eine indirekte Kritik: Die Arbeit seines Verteidigers könnte unter aller Sau gewesen sein, vielleicht passte auch das Plädoyer des Bundesstaatsanwalts auf keine Kuhhaut. Was auch immer Wohlleben meinte, eines ist immerhin sicher: Zur Schlachtbank wird er nicht geführt werden. tsp

Plädoyer unterbrochen — Mitangeklagter wird untersucht

NSU-ProzessPlädoyer unterbrochen — Mitangeklagter wird untersucht

Das Plädoyer der Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess ist ins Stocken geraten. Der Mitangeklagte Ralf Wohlleben muss ärztlich untersucht werden. Sein Anwalt beklagt sich über die schlechte Luft im Gebäude.