Martin Winterkorn - Ex-VW-Chef und Bayern-München-Aufsichtsrat

Martin Winterkorn - Ex-VW-Chef und Bayern-München-Aufsichtsrat (Foto: dpa, fdt tmk)

Martin Winterkorn

Martin Winterkorn wurde 1947 in Leonberg in Baden-Württemberg geboren und ist ein deutscher Manager. Von 2002 bis 2006 war er Vorstandsvorsitzender der Audi AG und von 2007 bis 2015 in dieser Funktion bei der Volkswagen AG in Wolfsburg tätig. Am 23.September 2015 trat er wegen des Skandal um manipulierte Abgas-Tests von VW in den USA zurück. Sein Nachfolger ist der vorherige Porsche-Chef Matthias Müller.

Zwei Jahre später übernahm er zudem diesen Posten bei der Porsche Automobil Holding SE, bei der er den Großaktionär Ferdinand Piëch als Vorsitzender des Vorstandes ablöste.

Die berufliche Karriere von Martin Winterkorn begann im Jahr 1966, als er ein Studium der Metallkunde und Metallphysik an der Universität Stuttgart aufnahm. 1977 promovierte er schließlich am Max-Planck-Institut für Metallforschung, woraufhin er unter anderem bei der Robert Bosch GmbH und als Bereichsleiter in der Qualitätssicherung bei Audi arbeitete.

Jedoch wechselte Winterkorn in den 1990er Jahren zu VW in Wolfsburg, bis er 2002 in den Vorstand der Audi AG berufen wurde. Dort leitete er die Markengruppe Audi und den Geschäftsbereich Technische Entwicklung.

Winterkorn im Aufsichtsrat bei Bayern München

Neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender bei Audi, saß Martin Winterkorn zusätzlich im Vorstand bei VW in Wolfsburg. Im Jahr 2007 wurder zum Vorstandschef der Volkswagen AG ernannt . In dieser Funktion leitet er die Bereiche Vertrieb und Entwicklung und Forschung im VW-Werk Wolfsburg.

Darüber hinaus ist Martin Winterkorn Mitglied im Aufsichtsrat der FC Bayern München AG und der Infineon Technologies AG. Er ist sowohl Honorarprofessor an der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität in Budapest und an der Technischen Universität in Dresden als auch ehemaliges Mitglied des Hochschulrats in Dresden und Braunschweig.

Nach der Zusammenführung der Konzerne Porsche und VW, wurde Martin Winterkorn im Jahr 2009 zum Vorstandsvorsitzenden der Porsche Automobil Holding SE ernannt. Diese Beteiligungsgesellschaft sitzt in Stuttgart und besitzt über 50 Prozent der Firmenanteile von VW.

Ferdinand Piëch, ein österreichischer Großaktionär, verfügt über 14 Prozent des Unternehmens und saß zudem dort im Aufsichtsrat. Im Frühjahr 2015 erregte dieser großes Aufsehen, als er verkündete, dass er "auf Distanz zu Winterkorn" sei, da bereits seit längerer Zeit dessen Umgang mit dem amerikanischen Markt und sogenannten Budget Cars von Ferdinand Piëch kritisiert wurde.

Nach einem wochenlangen Machtkampf legte Ferdinand Piëch seine Aufgaben bei VW im April 2015 nieder. Martin Winterkorns Vetrag bei VW sollte eigentlich bis 2018 verlängert werden. Doch kurz vor der Aufsichtsratssitzung kam im September 2015 heraus, dass VW bei Millionen Diesel-Fahrzeugen die Abgaswerte in Tests manipuliert hat. Daraufhin geriet Martin Winterkorn stark unter Druck und legte schließlich am 23. September 2015 sein Amt nieder.

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