Loveparade - alle News zu der Katastrophe in Duisburg 2010

Loveparade - alle News zu der Katastrophe in Duisburg 2010

Foto: dpa, rwe fg kno

Loveparade

14 Jahre vergangen – Gedenken an Duisburger-Loveparade-Katastrophe
14 Jahre vergangen – Gedenken an Duisburger-Loveparade-Katastrophe

Gedenkfeier auch im Live-Stream14 Jahre vergangen – Gedenken an Duisburger-Loveparade-Katastrophe

Bei einem Massengedränge im Karl-Lehr-Tunnel und an der Rampe zum Veranstaltungsgelände der Loveparade in Duisburg waren im Sommer 2010 insgesamt 21 Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt worden. Am 24. Juli jährt sich die Katastrophe zum 14. Mal.

NRW zahlte rund 6,6 Millionen an Loveparade-Opfer und Hinterbliebene
NRW zahlte rund 6,6 Millionen an Loveparade-Opfer und Hinterbliebene

Abschlussbericht der LandesregierungNRW zahlte rund 6,6 Millionen an Loveparade-Opfer und Hinterbliebene

21 Menschen starben 2010 bei der Loveparade in Duisburg, Hunderte wurden verletzt. Das Land NRW hat nach der Katastrophe Betroffene und Hinterbliebene finanziell unterstützt. Nun präsentierte die Landesregierung den Abschlussbericht über die Hilfszahlungen.

Moerser Nelkensamstagzug auf der Kippe
Moerser Nelkensamstagzug auf der Kippe

Finanzierung unklarMoerser Nelkensamstagzug auf der Kippe

Der zweitgrößte Karnevalsumzug am linken Niederrhein wird so teuer wie nie zuvor. Ob er 2025 starten kann, ist unklar. Die Sparkasse hat ein Spendenportal eingerichtet.

Shakespeare-Stück tobt wie eine Loveparade über die Bühne
Shakespeare-Stück tobt wie eine Loveparade über die Bühne

Umjubelte Premiere im Theater KrefeldShakespeare-Stück tobt wie eine Loveparade über die Bühne

Wenn eine Israelin ein Stück über Krieg und Vertreibung inszeniert, könnte es ein düsterer Abend werden. Doch Dedi Baron gelingt eine schillernd bunte Interpretation von Shakespeares „Wie es euch gefällt“ mit Love, Peace und Pop. Warum es sehenswert ist.

„Diese schmerzende Lücke wird immer bleiben“
„Diese schmerzende Lücke wird immer bleiben“

Loveparade-Gottesdienst in Duisburg„Diese schmerzende Lücke wird immer bleiben“

Vor genau 13 Jahren starben bei der Loveparade in Duisburg 21 Menschen. Am Montag wurde den Opfern in einem privaten Gottesdienst gedacht. Der fand unter dem Motto „Diese entsetzliche Lücke ....“ statt.

Love-Parade-Denkmal wird immer wieder beschädigt
Love-Parade-Denkmal wird immer wieder beschädigt

Jahrestag der KatastropheLove-Parade-Denkmal wird immer wieder beschädigt

13 Jahre ist es nun her, dass bei der Loveparade 21 Menschen wegen einer Massenpanik getötet wurden. Den Opfern wurde in Duisburg ein Denkmal errichtet, das jedoch immer wieder zerstört und beschmutzt wird.

„Nacht der 1000 Lichter“ zum Jahrestag des Loveparade-Unglücks
„Nacht der 1000 Lichter“ zum Jahrestag des Loveparade-Unglücks

Zum 24. Juli in Duisburg„Nacht der 1000 Lichter“ zum Jahrestag des Loveparade-Unglücks

13 Jahre ist es her, dass bei der Loveparade in Duisburg 21 junge Menschen ums Leben kamen. Am Vorabend des Jahrestags erinnert traditionell die „Nacht der 1000 Lichter“ an die Opfer.

Neue Gedenktafel erinnert an Loveparade-Unglück
Neue Gedenktafel erinnert an Loveparade-Unglück

An der Salvatorkirche DuisburgNeue Gedenktafel erinnert an Loveparade-Unglück

13 Jahre nach der Loveparade-Katastrophe hängt an der Salvatorkirche in der Duisburger City eine neue Gedenktafel. Zum Ort gibt es eine besondere Verbindung: Hier fand damals der erste Gedenkgottesdienst statt. Was die Gedenktafel ausmacht und welcher Sinn dahinter steckt.

Stiftung kümmert sich weiter um Betroffene
Stiftung kümmert sich weiter um Betroffene

Loveparade Gedenkfeier in DuisburgStiftung kümmert sich weiter um Betroffene

Auch in diesem Jahr wird zum Jahrestag am 24. Juli den Opfern der Loveparade-Katastrophe gedacht. Dabei wird an dem bewährten Muster mit Lichternacht, Gottesdienst und öffentlicher Gedenkfeier festgehalten. Was im Detail geplant ist.

Unbekannte verwüsten Loveparade-Gedenkstätte
Unbekannte verwüsten Loveparade-Gedenkstätte

Zerstörungen und SachbeschädigungenUnbekannte verwüsten Loveparade-Gedenkstätte

Die Gedenkstätte des Loveparade-Unglücks in Duisburg-Neudorf ist verwüstet worden. Über die Zerstörung und Sachbeschädigung am Treppenaufgang der Karl-Lehr-Straße in Neudorf sei die Polizei am vergangenen Samstagmittag informiert worden, teilte die Kriminalpolizei am Montag mit.

Grafschafter wollen neues Parkfest bis 2025
Grafschafter wollen neues Parkfest bis 2025

Kultveranstaltung in MoersGrafschafter wollen neues Parkfest bis 2025

2009 fand die Kult-Veranstaltung im illuminierten Park zum letzten Mal statt. Ein Antrag an den Stadtrat bringt das Thema jetzt zurück aufs politische Tableau. Wie die Pläne der Stadt für eine Neuauflage bislang aussehen.

McFit bestätigt offiziell Tod von Gründer Rainer Schaller
McFit bestätigt offiziell Tod von Gründer Rainer Schaller

Flugzeugabsturz in Costa RicaMcFit bestätigt offiziell Tod von Gründer Rainer Schaller

Nun hat es das Unternehmen offiziell gemacht: Rainer Schaller, Gründer von McFit, ist bei einem Flugzeugabsturz in Costa Rica ums Leben gekommen. Seine Leiche und die seines Sohnes seien identifiziert worden.

Vermisst vor Costa Rica – das ist Rainer Schaller
Vermisst vor Costa Rica – das ist Rainer Schaller

Unternehmer und Loveparade-OrganisatorVermisst vor Costa Rica – das ist Rainer Schaller

Das Privatflugzeug des Unternehmers Rainer Schaller ist offenbar vor der Küste von Costa Rica abgestürzt. Der 53-Jährige stammt zwar aus Bamberg, sein Name wird in Nordrhein-Westfalen aber immer mit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg verknüpft bleiben.

Flugzeug mit Rainer Schaller an Bord vor Costa Rica verschwunden
Flugzeug mit Rainer Schaller an Bord vor Costa Rica verschwunden

Behörden finden zwei LeichenFlugzeug mit Rainer Schaller an Bord vor Costa Rica verschwunden

Auf dem Flug von Mexiko nach Costa Rica verschwindet eine Maschine vom Radar. An Bord waren wohl auch der deutsche Fitnessunternehmer und Loveparade-Organisator Rainer Schaller mit Partnerin und Kindern. Einsatzkräfte entdeckten zwei Tote, Trümmer und Gepäckstücke im Meer.

Ein neuer Tower für die „Dünen“
Ein neuer Tower für die „Dünen“

Duisburgs höchste HäuserEin neuer Tower für die „Dünen“

Die Hochhäuser, die im Norden der Duisburger Dünen entstehen sollen, könnten die höchsten in der gesamten Stadt werden. Sie könnten auch das Hoist-Haus und den Targobank Tower überragen. Wie viele Stockwerke hier für Hochhäuser geplant sind.

Früherer WDR-Intendant Fritz Pleitgen gestorben
Früherer WDR-Intendant Fritz Pleitgen gestorben

Mit 84 JahrenFrüherer WDR-Intendant Fritz Pleitgen gestorben

Der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen ist tot. Er galt als einer der einflussreichsten deutschen Journalisten und Medienmacher.

Kritik an engem Mainstage-Zugang bei Parookaville
Kritik an engem Mainstage-Zugang bei Parookaville

Vor der CeromonyKritik an engem Mainstage-Zugang bei Parookaville

Am Samstagabend wollten viele Festivalbesucher zur Ceremony an die Mainstage. So viele, dass einige Besucher sich sehr unwohl fühlten und Panik bekamen.

„Olaf der Flipper“ singt auf dem Parookaville-Festival - und die Menge feiert ihn ab
„Olaf der Flipper“ singt auf dem Parookaville-Festival - und die Menge feiert ihn ab

Schlager trifft auf Elektro„Olaf der Flipper“ singt auf dem Parookaville-Festival - und die Menge feiert ihn ab

Nicht nur Kasalla trat am Samstagabend - wenn auch kurzzeitig - auf dem Parookaville-Festival auf. Auf der Brainwash-Bühne gaben sich Künstler die Klinke in die Hand, die eigentlich rein gar nichts mit harter Elektromusik am Hut haben.

„Es war so ein heißer Tag wie heute“
„Es war so ein heißer Tag wie heute“

Gedenken an Loveparade-Katastrophe„Es war so ein heißer Tag wie heute“

Zwölf Jahre ist es bereits her, dass bei der Loveparade-Katastrophe in Duisburg 21 Menschen starben. Das Gedenken daran bleibt lebendig, doch es wird stiller. Trotz der Glockenschläge für die Opfer.

Zweiter Loveparade-Hilfsfonds über 4,3 Millionen Euro ausgezahlt
Zweiter Loveparade-Hilfsfonds über 4,3 Millionen Euro ausgezahlt

Für die Verletzten und HinterbliebenenZweiter Loveparade-Hilfsfonds über 4,3 Millionen Euro ausgezahlt

Aus dem zweiten Hilfsfonds für die Verletzten und Hinterbliebenen der Loveparade-Katastrophe wurde laut NRW-Landesregierung bereits ein Großteil ausgezahlt. Bis zum 31. März 2022 seien mehr als 4,3 der 5 Millionen Euro an die Berechtigten geflossen. Das erklärte die NRW-Staatskanzlei am Samstag in Düsseldorf.

Loveparade-Katastrophe jährt sich zum zwölften Mal – Stiftung trauert um Sprecher
Loveparade-Katastrophe jährt sich zum zwölften Mal – Stiftung trauert um Sprecher

Gedenkfeier am SonntagLoveparade-Katastrophe jährt sich zum zwölften Mal – Stiftung trauert um Sprecher

Die Loveparade-Katastrophe ist nun zwölf Jahre her – die Trauer der Hinterbliebenen hält an. Am Sonntag findet die Gedenkfeier in der Gedenkstätte im Tunnel an der Karl-Lehr-Straße statt, am Samstag die „Nacht der 1000 Lichter“. Die Stiftung trauert derweil um den Sprecher des Stiftungsbeirats.

„Nacht der 1.000 Lichter“ – Gedenkfeier am Jahrestag
„Nacht der 1.000 Lichter“ – Gedenkfeier am Jahrestag

Loveparade-Katastrophe in Duisburg„Nacht der 1.000 Lichter“ – Gedenkfeier am Jahrestag

Bereits zum zwölften Mal jährt sich die Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Am 24.7.2010 waren bei einem Massengedrängel während des Festivals 21 Menschen ums Leben gekommen. Am Unglücksort, einem Tunnel, findet auch in diesem Jahr eine Gedenkfeier statt.

Dr. Motte entschuldigt sich für Fauxpas mit Freedom-Symbol
Dr. Motte entschuldigt sich für Fauxpas mit Freedom-Symbol

„Rave The Planet“-Parade in BerlinDr. Motte entschuldigt sich für Fauxpas mit Freedom-Symbol

Nach zwei Jahren Pandemie-bedingter Ruhe feiert Berlin eine riesige Technoparty - fast wie bei der Loveparade in den 1990er Jahren. Ganz ohne Misstöne geht es diesmal aber nicht. Und für einen ganz besonderen Fauxpas muss der Initiator zu Kreuze kriechen.

Tausende feiern in Berlin den „Rave The Planet“
Tausende feiern in Berlin den „Rave The Planet“

Loveparade-NachfolgerTausende feiern in Berlin den „Rave The Planet“

Obwohl das Wetter leider nicht mitgespielt hat: Rund 5000 Menschen sind am Samstag zu Techno-Klängen durch Berlin gezogen. Die Teilnehmer des Loveparade-Nachfolgers Rave The Planet versammelten sich am Kurfürstendamm und zogen dann zur Siegessäule im Tiergarten

Loveparade-Nachfolger zieht am Samstag durch Berlin
Loveparade-Nachfolger zieht am Samstag durch Berlin

„Rave The Planet Parade“Loveparade-Nachfolger zieht am Samstag durch Berlin

Am Samstag sollen zumindest für einen Tag die unbeschwerten Seiten der 90er Jahre nach Berlin zurückkehren. Die „Rave The Planet Parade“ will zwar nicht als Nachfolger der Loveparade gelten, aber die Menschen sollen unter dem Motto „Together again“ zusammenkommen.

Als kleines Straßenfest wird 1989 die erste Loveparade in Berlin veranstaltet. Der DJ Dr. Motte (Matthias Roeingh) gründet das Raver-Fest, das im ersten Jahr 150 Technofans unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" auf dem Kurfürstendamm tanzen lässt. Fünf Jahre nach dem Start feiern bereits 120.000 Raver um 40 Musik-Trucks herum. 1999 zählen die Veranstalter 1,5 Millionen Besucher.

Mangels Sponsoren fällt die Loveparade 2004 und 2005 aus, bis der Fitnessstudio-Unternehmer Rainer Schaller mit dem Unternehmen Lopavent einspringt.

In Berlin findet die Parade bald mit dem Senat keinen Konsens mehr und wandert ins Ruhrgebiet ab, wo sie in Essen (2007) und Dortmund (2008) wiederum viele Besucher anlockt. Bochum verzichtet ein Jahr später aus Platz- und Sicherheitsgründen. Nach der Katastrophe in Duisburg fand die Loveparade im Jahr 2010 letztmalig statt.

Die bisherige politische und juristische Aufarbeitung der Tragödie:

24. Juli 2010: Vor dem Eingang zum Loveparade-Gelände entsteht eine Massenpanik. Menschen werden erdrückt oder niedergetrampelt.

27. Juli 2010: Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) nennt Rücktrittsforderungen gegen ihn als nachvollziehbar, bleibt aber im Amt.

31. Juli 2010: Bei einer Trauerfeier nehmen Tausende in Duisburg Abschied von den Opfern. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hält eine bewegende Trauerrede.

18. Januar 2011: Die Staatsanwaltschaft Duisburg nimmt Ermittlungen gegen den damaligen Einsatzleiter der Polizei sowie gegen Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters Lopavent auf. Sauerland und Lopavent-Chef Rainer Schaller gehören nicht zu den Beschuldigten.

12. Februar 2012: Die Duisburger stimmen in einem Bürgerbegehren mit großer Mehrheit für die Abwahl des Oberbürgermeisters.

24. Juli 2013: Am dritten Jahrestag wird eine neue Gedenkstätte am Unglücksort eröffnet. Lange hatten die verschiedenen Opfergruppen und der Besitzer des Grundstücks, ein Möbelhaus-Investor, um die Gestaltung des Geländes gerungen. Nun erinnern 21 Holzkreuze und eine Gedenktafel an die Opfer.

11. Februar 2014: Die Staatsanwaltschaft Duisburg erhebt Anklage gegen sechs Mitarbeiter der Stadt und gegen vier Mitarbeiter des Veranstalters wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.

30. März 2016: Die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen die zehn Angeklagten wird vom Landgericht Duisburg abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft legte dagegen allerdings Einspruch ein und hatte damit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Erfolg: Knapp ein Jahr später wurde beschlossen, dass Hauptverfahren doch durchzuführen.

8. Dezember 2017: Die Hauptverhandlung wurde im Kongresszentrum Düsseldorf eröffnet. Sie wurde nach Düsseldorf verlegt, da das Landgericht Duisburg nicht so viel Platz zur Verfügung hatte. Da die Beweislage nicht ausreiche, kündigte das Gericht an, das Verfahren gegen die zehn Beschuldigten wohl einzustellen zu wollen.

6. Februar 2019: Sieben von zehn Angeklagten stimmen dem Vorschlag des Landgerichts Duisburg, das Verfahren gegen sie mit einer zu zahlenden Auflage einzustellen, zu. Die anderen drei Angeklagten wollen die Auflage allerdings nicht zahlen. Der Prozess wird weitergeführt.

Die Loveparade-Tragödie kostete 21 Menschenleben. Die Frauen und Männer im Alter zwischen 17 bis 38 Jahren wurden im Gedränge an einem Tunnel im Zugangsbereich des Veranstaltungsgeländes erdrückt oder zu Tode getreten. Aus der ganzen Welt waren Technofans angereist - so stammen die Todesopfer aus Deutschland, den Niederlanden, China, Australien, Spanien und Italien. Mehr als 500 Besucher wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Vermutlich Tausende erlitten im Gedränge psychische Schäden. Angehörige und Trauma-Opfer schlossen sich in mehreren Initiativen zusammen.

Hier sehen Sie Bilder zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg.